BRS Schwerin


Ortsbeirat Friedrichsthal Alt Meteler Str. 1b, 19057 Schwerin Abs.: Sibylle Gemer, Touristenweg 67, 19057 Schwerin , d. 08.09.2018 Landeshauptstadt Schwerin Büro der Stadtvertretung z.l-Id. Herrn Nemitz Am Packhof 2-6 19053 Schwerin Beth: Stellungnahme des Ortsbeirates Friedrichsfl1al über seine räumliche Unterbringung zur Vorlage in der Sitzung der Stadtvertretung. Sehr geehrter Herr Nemitz, Sie haben uns für Beratungen in der Stadtvertretersitzung nach der Situation der räumlichen Unterbringung des Ortsbeirates Friedrichsthal im Hinblick auf die Nutzung eines Raumes der KITA gefragt. Dazu möchten wir Ihnen gern Auskunft geben: ]. Dem Ortsbeirat wurde vor Jahren bei dem Bau der KITA Reggio Emilia ein Raum ausdrücklich als Ortsbeiratsbüro nebst einem kleinen Nebenraum zur Verfilgung gestellt. Dies geschah seinerzeit in der Erkenntnis, dass in Friedrichsthal andere Möglichkeiten fiir die regelmäßige Tätigkeit des Ortsbeirates nicht bestehen: keine Gaststätte vorhanden, in denen es einen Sitzungsraum gäbe, keine öfi'entlichen Einrichtungen wie z.B. Schulen, in denen der Ortsbeirat regelmäßig tagen könnte, dieser Mangel an öffentlich nutzbaren Tagungsmöglichkeiten zeigt sich z.B. daran, dass erst das Büro des Ortsbeirates bei Wahlen den Wahlvorständen eine sichere Unterkunft bescherte, nach Unterbringung in einem Bus oder bei Privaten. Erstmalig Eröffnung von Möglichkeiten der Organisation von sozialen Aktivitäten in Form von Arbeitskreisen älterer Mitbürger z.B. Kartenspiel-Kreise, Handarbeiten usw., 2. Der Ortsbeirat hat die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten intensiv genutzt: Regelmäßige monatliche Sitzungen des Ortsbeirates, Sondersitzungen je nach Bedarf und auch jederzeit kurzfristig, ohne terminliche Abstimmungsnotwendigkeiten, Sitzungen von Arbeitskreisen des Ortsbeirates auch kurzfristig, nach Arbeitsanfall und sachlicher Notwendigkeit, - Jederzeitige Möglichkeit der Teilnahme der Öffentlichkeit an den Sitzungen, Öffentliche Sitzungen mit Beteiligung einer Vielzahl an Bürgerinnen und Bürgern, ohne dass es zu Konflikten mit anderweitigen Nutzungsansprüchen gekommen wäre, Nutzung der Räumlichkeiten als Arbeitsräume bei der Vorbereitung von Veranstaltungen wie: Kleben von Plakaten, Anlaufpunkt fiir die Verteilung von Flyem; auch Anlaufpunkt fiir den jährlichen „Frühjahrsputz“. Daneben die erwähnte Nutzung von Arbeitskreisen aus der Bevölkerung, wie oben dargestellt. 3. Die Nutzung eines der KITA zugehörigen Raumes wird Nutzungskonflikte nach sich ziehen: - Bei praktisch jeder Sitzung des Ortsbeirates sind Bürger anwesend, die natürlich nicht dem Ortsbeirat angehören. Das können bei entsprechenden Themen auch schon mal etliche Personen sein. Wir können als Ortsbeirat fiir diese dem Ortsbeirat fremden Personen Ordnung und Sicherheit fiir den Raum als KITA-Raum keine Verantwortung übernehmen. - Die Beschränkung der Nutzung auf 1 x monatlich geht an den Bedürfnissen des Ortsbeirates vorbei und wird von uns ausdrücklich abgelehnt. Spontane Versammlungen, Arbeitskreise, informelle Treffen „auf die Schnelle“, Einbeziehung der Öffentlichkeit — all das wird sonst erheblich erschwert, wenn nicht teilweise unmöglich gemacht. Wir haben durchaus Verständnis fiir die Sicht der KITA-Mitarbeiter, die in „ihrem“ Raum nichtmehr als zwingend notwendig andere Personen haben wollen, womöglich noch die Öffentlichkeit. Das ist eine Doppelnutzung, die für die Beteiligten und insbesondere die Mitarbeiter der KITA nur schwer verträglich ist. Die Nutzung des KITA—Raumes kann daher von uns allenfalls als Zwischenlösung angesehen werden, die allen Beteiligten nur eine begrenzte Zeit zumutbar ist. 4. Die Frage, was geschieht mit den Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger, die sich hier wöchentlich getroffen haben ist bisher überhaupt noch nicht untersucht werden. Auch wir haben hier noch keine Lösung gefunden. Wir wiederholen uns zwar, aber: Es gibt in Friedrichsthal keine Räumlichkeiten, um sich zu treffen, gemeinsam Sport zu treiben o.a. Dinge, oder den Ortsbeirat angemessen arbeiten zu lassen. Gerade ältere Bürger werden hier abgehängt, was nicht in unserem Sinne ist. Wenn unser Stadtteil nicht zur Schlafvorstadt verkümmem soll, bedarf es Räumlichkeiten für die geschilderten Aktivitäten. Wir sind zujedweder Zusammenarbeit bereit, die uns hier weiterfiihrt. Mit freundlichen Grüßen Gez. S. Gemer Vorsitzende CBR Friedri sthal %( Rolf Bemmann, Mi lied des O %t3s