BRS Schwerin


Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof 28.06.2017 radplan nordost Dipl.-Ing. Thomas Möller Horststr. 7a 25524 Oelixdorf Tel. 04821 4079450 thomas.moeller@radplan-nordost.de Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof Inhaltsverzeichnis A Bedarfsermittlung für sicheres Fahrradabstellen ............................................................. 2 1. Pendlerzahlen .................................................................................................................... 2 2. Fahrgastzahlen .................................................................................................................. 5 3. Zählung abgestellter Fahrräder am Bahnhof ...................................................................... 6 B Potenzialanalyse für zusätzliche Service-Angebote ......................................................... 8 1. Fahrradwerkstatt ................................................................................................................ 8 2. Fahrradvermietung ............................................................................................................ 8 3. Information......................................................................................................................... 9 C Empfehlungen für die Dimensionierung der Radstation ................................................ 10 1. Anzahl zugangsgesicherter Fahrradabstellplätze ............................................................. 10 2. Flächenbedarf für zusätzliche Service-Angebote ............................................................. 10 Anlagenverzeichnis Anlage 1: Abschätzung des Umsteigepotentials der Einpendler Anlage 2: Abschätzung des Umsteigepotentials der Auspendler radplan nordost 28.06.2017 Seite 1 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof A Bedarfsermittlung für sicheres Fahrradabstellen Der Bedarf für das sichere Fahrradabstellen am Hauptbahnhof hängt von verschiedenen Faktoren ab. Zunächst muss überhaupt der Bedarf bestehen, die Bahn zu nutzen und die Bahnfahrt am Hauptbahnhof zu beginnen und zu beenden. Zusätzlich muss es einen Grund geben, das Fahrrad als Anschlussverkehrsmittel zu nutzen. Als dritter Faktor kommt die Entscheidung für eine zugangsgesicherte Abstellanlage hinzu. Um den Bedarf für entsprechende Abstellanlagen und das Nutzerpotenzial abzuschätzen, werden diese Faktoren einzeln untersucht und dazu unterschiedliche Daten verwendet und Annahmen getroffen: 1. Pendlerzahlen Pendler sind die wichtigste Zielgruppe für das bewachte Fahrradparken und die regelmäßige Nutzung einer Radstation. Es ist ein wesentliches Ziel, Pendler mit einem attraktiven Angebot zum Umsteigen vom Pkw auf die Kombination von Bahn und Fahrrad zu motivieren. Die Statistikstelle der Bundesagentur für Arbeit gibt jährlich aktuelle Pendlerdaten für Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte heraus. Für den letzten Stichtag (30.06.2016) sind darin für Schwerin insgesamt 25.684 Einpendler mit Beschäftigungsort Schwerin und 10.456 Auspendler mit Wohnort Schwerin verzeichnet. Zu den Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten kommen Beamte und Selbständige als Berufspendler sowie Ausbildungspendler, die sich in Schwerin jedoch im Wesentlichen auf Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen und Berufsschulen beschränken. Aufgrund der Datenlage wurden bei der Analyse nur die Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten berücksichtigt. Diese machen den weitaus größten Teil der Pendler aus. Wohn-/Arbeitsort Einpendler absolut Gesamt Hamburg Schleswig-Holstein andere Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern Gesamt M.-V. Nordwestmecklenburg Ludwigslust-Parchim Landkreis Rostock Hansestadt Rostock andere Landkreise Nordwestmecklenburg Gemeinden mit Bahnanschluss Übrige Gemeinden NWM Ludwigslust-Parchim Gemeinden mit Bahnanschluss Übrige Gemeinden LUP Landkreis Rostock Gemeinden mit Bahnanschluss Übrige Gemeinden LRO 25.684 282 448 2.052 22.902 22.902 6.224 13.197 1.117 836 1.528 6.224 3.281 2.943 13.197 5.519 7.678 1.117 578 539 Auspendler % absolut 1,1% 1,7% 8,0% 89,2% 24,2% 51,4% 4,3% 3,3% 5,9% 12,8% 11,5% 21,5% 29,9% 2,3% 2,1% 10.456 1.183 851 1.750 6.672 6.672 1.665 3.984 278 479 266 1.665 1.193 472 3.984 1.826 2.158 278 190 88 % 11,3% 8,1% 16,7% 63,8% 15,9% 38,1% 2,7% 4,6% 2,5% 11,4% 4,5% 17,5% 20,6% 1,8% 0,8% Tabelle 1: Übersicht der Ein- und Auspendler in Schwerin Das Pendlergeschehen in Schwerin ist geprägt durch die Anziehungskraft der Landeshauptstadt als Wohn- und Arbeitsort in der Region. Von den Einpendlern kommen die meisten aus den beiden angrenzenden Landkreisen Ludwigslust-Parchim (51,4 %) und Nordwestmecklenburg (24,2 %). Auch von den Auspendlern arbeiten die meisten in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim (38,1 %) und Nordwestmecklenburg (15,9 %). Bei den Auspendlern spielen jedoch auch Ham- radplan nordost 28.06.2017 Seite 2 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof burg (11,3 %), Schleswig-Holstein (8,1 %) und die anderen Bundesländer (16,7 %) eine wichtige Rolle als Arbeitsorte. Potenzial zum Pendeln mit der Bahn Die Pendlerzahlen wurden gemeindeweise analysiert. Für jede Gemeinde mit Bahnhaltepunkt wurde sowohl die Bahnfahrzeit als auch die Autofahrzeit ermittelt und miteinander ins Verhältnis gesetzt, um die Attraktivität der Bahnverbindung und das Nutzungspotenzial für die Bahn abschätzen zu können. Start- und Zielort für die Berechnung ist jeweils der Haltepunkt bzw. der Schweriner Hauptbahnhof. Da dies nicht den tatsächlichen Start- und Zielorten für Pendler mit dem Auto entspricht, müssen entsprechende Abschläge berücksichtigt werden. Die Lage und Verkehrsanbindung des Wohn- und Arbeitsortes innerhalb der Stadt spielen eine große Rolle, die jedoch nur mit einer detaillierten Wohnstandortanalyse untersucht werden könnten. Den Fahrzeitvorteilen der Bahn auf einigen Relationen stehen immer die Vorteile des Autos gegenüber, das nicht an Fahrpläne gebunden ist. Abbildung 1: Liniennetz des Regionalverkehrs Mecklenburg-Vorpommern (Ausschnitt der Karte der DB Regio AG, Regio Nordost Um das Potenzial für die Bahnnutzung durch die Pendler aus und nach Schwerin zu ermitteln wurden folgende pauschale Annahmen getroffen: • Fahrzeit Bahn / Fahrzeit Auto < 1,0 → 40 % • Fahrzeit Bahn / Fahrzeit Auto = 1,0 – 1,5 → 20 % • Fahrzeit Bahn / Fahrzeit Auto = 1,5 – 2,0 → 10 % • Fahrzeit Bahn / Fahrzeit Auto > 2,0 → 5% • Gemeinden ohne Bahnhaltepunkt → 5% Diese Annahmen entsprechen denen der Machbarkeitsstudien für die Radstationen in Rostock und Greifswald. Außerdem wird zwischen Tages- und Wochenpendlern unterschieden. Für Pendler, die mehr als 60 Minuten Fahrtzeit für eine Strecke benötigen, wird vereinfacht angenommen, dass sie sich als Wochenpendler jeweils in der Woche an ihrem Arbeitsort aufhalten und am Wochenende in der Regel an ihrem Heimatort. Auf längeren Distanzen bringt die Bahn tendenziell Zeit-, Komfort- und Kostenvorteile gegenüber dem Auto, abhängig von der Strecke und der Bahnanbindung der Orte. Deswegen wird das Potenzial zum Umstieg auf die Bahn in diesem Bereich relativ hoch einradplan nordost 28.06.2017 Seite 3 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof geschätzt und für Pendler in andere Bundesländer mit 40 Prozent ein hoher Wert angesetzt. Nur in das benachbarte Schleswig-Holstein mit relativ starken Pendlerverflechtungen nach Schwerin sind die Bahnverbindungen so viel länger gegenüber der Autofahrzeit, dass hier mit zehn Prozent ein deutlich niedrigerer Wert angesetzt wird. Nimmt man diese Annahmen und Abschätzungen als Grundlage für eine Potenzialermittlung, kommt man auf ein Potenzial für die Bahnnutzung bei den Einpendlern von 5.579 Personen (ca. 22 Prozent aller Einpendler) und bei den Auspendlern auf 2.845 Personen (ca. 27 % aller Auspendler). Potenzial zur Kombination von Bahn und Fahrrad beim Pendeln Das Potenzial für die Nutzung des Fahrrades als Anschlussverkehrsmittel zur Bahn in Schwerin hängt zum einen von der Attraktivität der Alternativen im Wettbewerb mit anderen Verkehrsträgern ab. Zum anderen spielen individuelle Faktoren eine Rolle wie z.B. Verfügbarkeit eines (Zweit-)Fahrrades, Abstellmöglichkeit des Fahrrades am Quell- oder Zielort in Schwerin, individuelle Witterungssensibilität, betriebliche Bekleidungsnormen, Menge des Gepäcks etc. Auch der Gesamtwegeaufwand einschließlich der Strecke vom Wohnort zum Ausgangsbahnhof bzw. ab Zielbahnhof zur Arbeitsstätte kann die Verkehrsmittelwahl innerhalb der Wegekette beeinflussen. Wer schon einen weiten Weg mit dem Fahrrad zum Ausgangsbahnhof zurückgelegt hat, nimmt das Fahrrad unter Umständen entweder in der Bahn mit oder wählt dann in Schwerin ein bequemeres Verkehrsmittel. Aufgrund dieser Faktoren wird das Potenzial für die Nutzung des Fahrrades als Anschlussverkehrsmittel zwischen fünf und 40 Prozent eingeschätzt. Folgende Annahmen werden getroffen: • Beim Auspendeln ergibt sich generell ein höheres Nutzungspotenzial für das Fahrrad, weil das Fahrrad dann am Heimatort zur Verfügung steht. Für alle Einpendler gilt, dass ihnen ein Fahrrad, das sie in einer Radstation in Schwerin stationieren, um es für den Nachtransport zu nutzen, am Heimatort nicht mehr zur Verfügung steht. Sie benötigen daher ein Zweitrad, wodurch diese Kombination für viele nicht in Frage kommt. Andererseits ist für ein verkehrssicheres Fahrrad, das regelmäßig über Nacht oder über das Wochenende am Bahnhof stehen gelassen wird, eine sichere und witterungsgeschützte Unterbringung besonders wichtig. • Das höchste Potenzial wird bei Pendlern nach Hamburg, Rostock und Wismar angenommen, da diese Städte ein gutes ÖPNV-Angebot haben und in weniger als einer Stunde und mit erheblichem Zeitvorteil gegenüber dem Auto erreicht werden können. • Das geringste Potenzial wird bei Pendlern aus oder zu Orten eingeschätzt, die weiter von Bahnlinien entfernt liegen. • Da das Wochenpendeln mit der Mitnahme von mehr Gepäck verbunden ist, wird das Potenzial zur Nutzung des Fahrrades hier als halb so hoch gegenüber dem Tagespendeln angenommen. Eine detaillierte Darstellung dieser Potenzialanalyse anhand der beschriebenen Annahmen und Abschätzungen findet sich in der Anlage in Form von Tabellen zu Ein- und Auspendlern. In der Zusammenfassung ergibt sich insgesamt ein Potenzial für die Nutzung des Fahrrades in Schwerin in Kombination mit dem Pendeln per Bahn von oder nach Schwerin in einer Höhe von 1.240 Pendlern. Potenzial Rad Tagespendler Wochenpendler Summe Einpendler Auspendler 498 540 113 89 611 629 Summe 1038 202 1240 Tabelle 2: Zusammenfassung des Potenzials für Bike&Ride Im ungünstigsten Fall überschneidet sich der Stellplatzbedarf aller Pendlerformen zu 100 %. Dies kann vor allem am Montagvormittag und am Freitagnachmittag passieren (siehe Tabelle). radplan nordost 28.06.2017 Seite 4 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof Montag Dienstag Mittwoch Donnerst. Freitag Tag Uhrzeit Ein Aus Ein Samstag Sonntag Aus Ein Aus Ein Aus Ein Aus Ein x x x x x x x x x x x x x x x x Aus Ein Aus 0:00 - 5:00 x x x x x x x x x x x x x x x x x 5:00 - 6:00 6:00 - 7:00 7:00 - 8:00 8:00 - 9:00 9:00 - 10:00 x x x x x x x x x x x x 10:00 - 11:00 11:00 - 12:00 x x x x x x 19:00 - 20:00 x x x x x x x x x x x x 20:00 - 24:00 x 12:00 - 13:00 13:00 - 14:00 14:00 - 15:00 x x 17:00 - 18:00 x 15:00 - 16:00 x x x 16:00 - 17:00 18:00 - 19:00 x x x x x x x x x x x x x x x x Einstell- / Entnahmezeit x x x x x x x x Eingestellte Räder von Tagespendlern Eingestellte Räder von Wochenpendler Tabelle 3: Nutzungs- und Einstellzeiten einer Radstation am Hauptbahnhof in Schwerin Potenzial zur Nutzung einer Radstation am Hauptbahnhof beim Pendeln Die Nutzung einer Radstation hängt zusätzlich von der Bereitschaft ab, eine Gebühr für die Verwahrung zu zahlen und ggf. mehr Zeit aufzuwenden, um einen entsprechenden Stellplatz zu erreichen. Daher spielt hier der letztendlich gewählte Standort, insbesondere die Entfernung zu den Bahnsteigzugängen auch im Verhältnis zu alternativen Abstellmöglichkeiten eine sehr wesentliche Rolle. Auch die mögliche Nutzung anderer Bahnhaltepunkte innerhalb von Schwerin ist zu beachten. Ein Anteil von 20 Prozent zugangsgesicherten Fahrradparken vom gesamten Angebot an Abstellplätzen wird in anderen Städten als realistisch angesehen. In Hamburg wird auf dieser Grundlage aktuell ein groß angelegtes Bike&Ride-Bauprogramm umgesetzt. 2. Fahrgastzahlen Zahlen zur tatsächlichen Nutzung der Bahn werden durch regelmäßige Fahrgastzählungen ermittelt. Für den Schweriner Hauptbahnhof wurden Zahlen von der Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung gestellt. Die Zahlen der Ein- und Aussteiger bewegen sich an normalen Werktagen in der Schulzeit um 700 im Fernverkehr und um 2.200 im Nahverkehr. Dabei ist zu beachten, dass Umsteiger doppelt gezählt werden. Mo Di-Do Fr Sa So Aussteiger Einsteiger Aussteiger Einsteiger Aussteiger Einsteiger Aussteiger Einsteiger Aussteiger Einsteiger [P] Fernverkehr Nahverkehr 471 2.331 [P] 510 2.303 [P] 760 2.627 [P] [P] 643 1.737 471 2.738 [P] 544 2.209 [P] 366 1.717 [P] 478 1.584 [P] 380 1.492 [P] 359 1.508 Tabelle 4: Anzahl der Ein- und Aussteiger am Schweriner Hauptbahnhof (Quelle: Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern) radplan nordost 28.06.2017 Seite 5 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof Verkehrserhebung 2015 Ein-und Aussteiger Jahreswerte (P) Halt Einsteiger Aussteiger Schwerin Hbf 860.578 1.007.597 Schwerin-Mitte 163.181 243.096 Schwerin-Görries 14.063 10.955 Schwerin-Süd 64.126 87.809 Schwerin-Lankow 11.166 7.723 Schwerin -Margaretenhof 20.687 17.947 Schwerin-Warnitz 11.746 8.882 Schwerin-Wüstmark 11.004 9.930 Tabelle 5: Anzahl der Ein- und Aussteiger in Schwerin (Quelle: Verkehrsgesellschaft MecklenburgVorpommern) Knapp 75 Prozent der Ein- und Aussteigevorgänge an Schweriner Bahnhöfen finden am Hauptbahnhof statt. Diese Zahlen lassen erkennen, dass das aus den Pendlerzahlen abgeschätzte Potenzial für die Nutzung der Bahn zum Pendeln bisher bei weitem nicht ausgeschöpft ist. Würde dieses Potenzial tatsächlich realisiert, würden dreimal so viele Menschen die Bahn in Schwerin nutzen als bisher. Je nach bisheriger Auslastung müssten dann auch die Beförderungskapazitäten der Bahnlinien erhöht werden. Umgekehrt heißt dies, dass die Annahmen für das Bahnpotenzial bei den Pendlern sehr optimistisch gewählt sind und weit von der Realität entfernt sind. Entsprechend vorsichtig sind die daraus abgeleiteten Potenziale für die Nutzung einer Radstation einzusetzen. 3. Zählung abgestellter Fahrräder am Bahnhof Den besten Eindruck von der tatsächlichen Nutzung des Fahrrades als Anschlussverkehrsmittel zur Bahn erhält man durch Zählungen der abgestellten Fahrräder am Bahnhof. Im Zuge des Projekts wurde eine einmalige Zählung am 27.04.2017 gegen 13 Uhr vorgenommen. Dabei wurden ca. 165 abgestellte Fahrräder auf der Ostseite und ca. 60 Fahrräder auf der Westseite gezählt. Mitgezählt wurden auch wild abgestellte Fahrräder auf dem Grunthalplatz. Nicht gezählt wurden Fahrräder, die offensichtlich schon lange nicht mehr fahrtüchtig waren. Im Vergleich zu dem ermittelten Potenzial von 629 Fahrrädern von Auspendlern, die während der Mittagszeit am Bahnhof anzutreffen wären, ist diese Zahl gering. Allerdings weicht sie weniger stark ab als das Bahnpotenzial gegenüber den Zahlen der Ein- und Aussteiger. Demzufolge scheint das abgeschätzte Potenzial derer, die das Fahrrad als Anschlussverkehrsmittel zur Bahn nutzen, unter den heutigen Bahnnutzern bereits erreicht zu sein. Um dies zu Überprüfen wären Zählungen der abgestellten Fahrräder zu anderen Nutzungszeiten hilfreich. Noch besser wäre eine Zählung der am Bahnhof ankommenden und abfahrenden Radfahrerinnen und Radfahrer, die jedoch aufgrund der vielen Zufahrten zum Hauptbahnhof und dessen Umfeld verhältnismäßig aufwändig ist. radplan nordost 28.06.2017 Seite 6 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof Abbildung 2: Fahrradabstellanlage Ostseite "Zum Bahnhof" Abbildung 3: Fahrradabstellanlage am Grunthalplatz Abbildung 4: Wild abgestellte Fahrräder am Grunthalplatz Abbildung 5: Wild abgestellte Fahrräder am Grunthalplatz Abbildung 6: Fahrradabstellanlage am Westeingang Abbildung 7: Abstellanlage am ehemaligen Tunneleingang Westseite radplan nordost 28.06.2017 Seite 7 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof B Potenzialanalyse für zusätzliche Service-Angebote Eine Radstation beinhaltet nach ADFC-Kriterien nicht nur zugangsgesichertes Fahrradparken sondern auch eine Werkstatt und Fahrradvermietung. Information ist ein weiterer Baustein. Diese Service-Angebote sind im Sinne der Radverkehrsförderung in einer Radstation zu integrieren. Sie benötigen einen Betreiber, der diese Angebote vorhält. Gleichzeitig konkurrieren sie mit bestehenden Angeboten in Schwerin. 1. Fahrradwerkstatt Eine Fahrradwerkstatt ist ein Zusatzangebot für die Nutzer der Radstation. Sie können ein reparaturbedürftiges Fahrrad dort vor Abreise mit der Bahn abgeben und im besten Fall nach der Rückkehr repariert wieder abholen oder stattdessen übergangsweise ein Leihrad nutzen. Um Reparaturen an modernen Fahrrädern und Pedelecs fachgerecht durchführen zu können, ist eine Fachwerkstatt (Handwerksbetrieb) mit entsprechend qualifizierten Personal erforderlich. Zur Auslastung einer solchen Werkstatt sind nach Erfahrungen in anderen Städten mindestens 1.000 genutzte Einstellplätze erforderlich oder ein großer Kundenkreis über die Nutzer der Fahrradparkplätze hinaus. In Schwerin bieten die etablierten Fahrradhändler einen Werkstattservice an. Die Auslastung ist gut. Ein Erweiterungsbedarf wird jedoch nicht gesehen. Fahrradwerkstätten von sozialen Trägern oder Selbsthilfewerkstätten sind in Schwerin nicht bekannt. 2. Fahrradvermietung Eine Fahrradvermietung ist ein Service an einer Radstation, der vor allem der Radverkehrsförderung und dem Fahrradtourismus in der Stadt dient. Eine Fahrradvermietung bietet den Bahnreisenden ohne eigenes Fahrrad eine individuelle Anschlussmobilität. Eine Werkstatt kann durch Leihräder eine Mobilitätsgarantie während der Reparatur gewährleisten. In Schwerin gibt es am Bahnhof aktuell keinen Fahrradverleih. Bis 2016 hat ein Fahrradhändler in Kooperation mit der Deutschen Bahn Fahrräder am Hauptbahnhof vermietet. Die Fahrräder wurden von den Mitarbeiterinnen des Service-Points ausgehändigt und zurückgenommen. Da dies für die Bahn zu aufwändig wurde und die Bedienung mit eigenem Personal für den Fahrradhändler nicht leistbar war, wurde dieser Service Ende 2016 wieder eingestellt. Die von der Deutschen Bahn an den meisten ICE-Bahnhöfen bereitgestellten Callabikes gibt es in Schwerin nicht. Auch andere Fahrradverleihsysteme wie Nextbike existieren in Schwerin nicht. Die Fahrradhändler in Schwerin haben nur eine geringe Anzahl von Leihrädern, die Kunden während der Reparatur als Ersatzrad oder für Besucher angeboten werden. Der einzige Fahrradverleiher in Schwerin ist Schwerintaxi. Dieses Unternehmen bietet vor allem Rikscha-Fahrten an. Die Leihräder und Pedelecs werden an der Schwerin-Information am Marktplatz angeboten. Einige Hotels in Schwerin bieten ihren Gästen ebenfalls Mieträder an. Diese werden von einem überregionalen Fahrradverleiher zur Verfügung gestellt und betreut. Für die Zielgruppe der Touristen ist dies die komfortabelste Lösung. Das Fehlen eines Fahrradverleihs am Bahnhof und das geringe Leihangebot in der Stadt Schwerin werden allgemein als Manko angesehen. Andererseits wird auch die Nachfrage als überschaubar angesehen, da Schwerin von Touristen aufgrund der Größe meistens zu Fuß erkundet wird. Für ausgedehnte Radtouren fehlt gerade im Umfeld die Infrastruktur. Außerdem bedingt die Lage in der Seenlandschaft auch eine Konkurrenz durch Wassersportangebote z.B. bei Klassenfahrten. Für den wirtschaftlichen Betrieb eines Fahrradverleihs werden Mindestgrößen von 100 bis 400 Leihfahrrädern genannt, abhängig von Standort, Preisgefüge und Ausstattung der Räder. radplan nordost 28.06.2017 Seite 8 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof 3. Information Das Angebot von Information kann ein weiterer wichtiger Baustein für das Service-Angebot einer Radstation sein. Das relevante Informationsangebot bezieht sich in erster Linie auf das Radfahren in Schwerin und das Bahnfahren. Bei einer Mobilitätsstation kann dieses Angebot auch darüber hinausgehen und z.B. das Carsharing umfassen. Zum Radfahren ist in Schwerin außerhalb der Tourismusinformation mit Fokus auf touristische Angebote keine öffentliche Informationsstelle bekannt. Im Bürgerbüro im Stadthaus kann man jedoch den amtlichen Stadtplan mit Fahrradkarte erwerben. Online-Informationen bietet sowohl die Stadtverwaltung auf ihrer Webseite als auch der ADFC Schwerin. Ein weitergehender Beratungsbedarf kann durch persönliche Ansprache z.B. von Ehrenamtlichen des ADFC gedeckt werden. Mit Informationen zum Bahnfahren ist der Schweriner Hauptbahnhof durch das Reisezentrum, Service-Point, Automaten, Informationstafeln und Lautsprecheransagen sehr gut ausgestattet. Ein zusätzlicher Bedarf besteht höchstens zum Angebot der Nahverkehr Schwerin GmbH. Für zusätzliche Informationsangebote zum Radfahren oder zu Carsharing bieten sich aktuell die bestehenden Informationsstellen im Hauptbahnhof oder im nahegelegenen Bürgerbüro im Stadthaus an, die bereits heute sehr gut frequentiert werden. Abbildung 8: Reisezentrum im Hauptbahnhof Abbildung 9: Informationen zu Radtouren neben dem Reisezentrum Abbildung 10: Foyer im Stadthaus mit Eingang zum Bürgerbüro Abbildung 11: Informationstafel am Eingang zum Stadthaus radplan nordost 28.06.2017 Seite 9 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof C Empfehlungen für die Dimensionierung der Radstation Aus der Bedarfsermittlung für sicheres Fahrradabstellen und die Potenzialanalyse für zusätzliche Service-Angebote lässt sich der Bedarf für die Dimensionierung und Ausstattung einer Radstation nur sehr grob abschätzen. Es ist festzuhalten, dass die Nachfrage vom endgültigen Standort, von der Angebotsqualität und von Marketingaktivitäten abhängig ist und sich erst mit der Zeit einstellen wird. 1. Anzahl zugangsgesicherter Fahrradabstellplätze Da die Bedarfsermittlung auf sehr vielen Annahmen beruht und die Hebung der Potenziale vielfältige Maßnahmen erfordert, wird die Umsetzung in mehreren Stufen empfohlen. Stufe 1: Status Quo verbessern Nach Erfahrungen in anderen Städten wird davon ausgegangen, dass 20 % der Radfahrenden am Bahnhof ihr Fahrrad zugangsgesichert abstellen wollen und bereit sind, dafür eine Gebühr zu zahlen. Entsprechend der derzeitigen Belegung am Bahnhof werden dazu Sammelschließanlagen für ca. 40 bis 60 Fahrräder empfohlen. Diese können am einfachsten durch Verlagerung der Abstellplätze der Stadtverwaltung in der Tiefgarage des Stadthauses geschaffen werden. Eine Umsetzung kann kurzfristig erfolgen. Es könnte sofort mit der Bewerbung begonnen werden und zunächst eine Warteliste angelegt werden. Dadurch kann auch der Bedarf genauer ermittelt werden. Den Betrieb könnte der Betreiber der Tiefgarage mit übernehmen. Stufe 2: Sichtbare Förderung Um die Kombination von Fahrrad und Bahn zu fördern und mehr Menschen zum Umsteigen vom Auto auf Bahn und Fahrrad zu gewinnen, sollte eine Radstation gut sichtbar in der Stadt und im Straßenraum platziert werden. Dafür eignet sich nur ein Standort unmittelbar am Bahnhof, am besten vor dem Intercity-Hotel am Grunthalplatz. Hier sollten mindestens 100 zusätzliche Stellplätze entstehen, von denen 20 bis 50 Prozent zugangsgesichert sind. Es kann davon ausgegangen werden, dass jeder neu geschaffene Fahrradabstellplatz einen Pendler vom Auto auf die Bahn verlagert, was durch die weiten Strecken eine besonders hohe Wirksamkeit für den Klimaschutz bedeutet. Stufe 3: Bahn- und Fahrradboom bewältigen Sobald die kombinierte Nutzung von Fahrrad und Bahn in Schwerin spürbar zunimmt und die neu geschaffenen Abstellanlagen ausgelastet sind, sollte der Neubau eines größeren Fahrradparkhauses geplant werden. Dadurch sollte das Stellplatzangebot insgesamt noch einmal um 200 bis 400 Plätze erweitert werden, je nachdem wie sich die Nachfrage bis dahin entwickelt hat. Vor der Entwurfsplanung sollte der Betrieb der Radstation einschließlich Werkstatt und Fahrradverleih ausgeschrieben werden, so dass ein Betreiber die endgültige Planung noch mitbestimmen kann. Der Erfolg und die Wirtschaftlichkeit einer Radstation hängen wesentlich davon ab, dass der Betreiber sehr engagiert und kreativ ein Serviceangebot für Radfahrende entwickelt und bewirbt. Im Rahmen der Ausschreibung wird rechtzeitig geklärt, ob sich ein solcher Betreiber findet, der das Projekt für durchführbar und an dem gewählten Standort für langfristig tragfähig hält. Insgesamt können auf diese Weise die Stellplatzanzahl und damit verbunden auch das ServiceAngebot einerseits bedarfsgerecht und gleichzeitig nachfragefördernd erhöht werden, ohne unnötige Risiken durch zu schnellen Ausbau, eine erfolglose Betreibersuche oder einen dauerhaften Zuschussbetrieb einzugehen. 2. Flächenbedarf für zusätzliche Service-Angebote Als Minimalangebot für einen Werkstattservice könnten in einer neuen Abstellanlage am Grunthalplatz eine Werkstattinsel zur Selbstbedienung, eine öffentliche Luftpumpe und ein radplan nordost 28.06.2017 Seite 10 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof Schlauchautomat integriert werden. Bei einem Neubau für eine Radstation sollte eine Fahrradwerkstatt mit einer Fläche von insgesamt ca. 100 Quadratmetern (einschließlich Lager und Sozialräume) eingeplant werden. Für eine Fahrradvermietung sollte geprüft werden, ob ein automatisches Fahrradverleihsystem, wie es von Nextbike und DB Rent angeboten wird, in Schwerin etabliert werden kann. Dann würden die Leihräder gut sichtbar direkt am Bahnhof oder auf dem Grunthalplatz an einer Station stehen, wo sie zu jeder Tageszeit selbständig durch registrierte Kunden entnommen und wieder abgegeben werden können. Damit könnte auch die in der Machbarkeitsstudie zur Optimierung des Radfern- und Radrundwegenetzes Schwerin vorgeschlagene Fahrradvermietstation am Hauptbahnhof geschaffen werden. Beim Neubau einer größeren Radstation sollte genügend Platz für 40 bis 60 Mieträder oder Mietpedelecs reserviert werden. Damit könnten auch einzelne Schulklassen oder andere Gruppen bedient werden. Abbildung 12: Mieträder an der Mobilitätsstation am Bahnhof in Greifswald radplan nordost 28.06.2017 Seite 11 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof Anlage 1: Abschätzung des Umsteigepotentials der Einpendler Wohnort Einpendler Sta nd 2016 Gesamt Hamburg Schleswig-Holstein andere Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern Gesamt M.-V. Nordwestmecklenburg Ludwigslust-Parchim Landkreis Rostock Hansestadt Rostock andere Landkreise Nordwestmecklenburg Bad Kleinen Benz (Kalsow) Bobitz Brüsewitz (Groß Brütz) Dorf Mecklenburg Gadebusch, Stadt Grevesmühlen, Stadt Holdorf Hornstorf Lübstorf Lützow Neuburg (Hagebök) Plüschow Rehna, Stadt Schönberg, Stadt Ventschow Wismar, Hansestadt Übrige Gemeinden NWM Ludwigslust-Parchim Alt Zachun (Zachun) Blankenberg Boizenburg/ Elbe, Stadt Brahlstorf Crivitz, Stadt Domsühl Friedrichsruhe Grabow, Stadt Groß Laasch Hagenow, Stadt Holthusen Kirch Jesar Lüblow Ludwigslust, Stadt radplan nordost 25.684 282 448 2.052 22.902 22.902 6.224 13.197 1.117 836 1.528 6.224 256 17 118 466 125 326 266 20 23 287 175 35 13 118 35 38 963 2.943 13.197 48 23 96 11 525 83 67 192 60 482 192 44 57 544 Fahrzeit Bahn mi n Fahrzeit Pkw mi n 54 98 Fahrzeit Bahn/Pkw Potential Bahn % 0,55 40% 10% 40% 55 61 0,90 40% 10% 13 26 0,50 40% 46 39 1,18 20% 24 29 0,83 40% 15 21 0,71 40% 21 31 0,68 40% 30 36 0,83 40% 30 44 0,68 40% 34 36 0,94 40% 41 33 1,24 20% 7 17 0,41 40% 24 24 1,00 20% 52 41 1,27 20% 34 45 0,76 40% 44 42 1,05 20% 47 53 0,89 40% 24 26 0,92 40% 31 42 0,74 40% 5% 18 29 0,62 40% 30 36 0,83 40% 38 74 0,51 40% 29 66 0,44 40% 28 31 0,90 40% 44 44 1,00 20% 35 37 0,95 40% 38 52 0,73 40% 64 43 1,49 20% 26 43 0,60 40% 12 21 0,57 40% 24 45 0,53 40% 24 36 0,67 40% 34 46 0,74 40% 28.06.2017 absolut 5.579 113 45 821 4.600 4.600 1.384 2.545 184 334 153 1.384 102 3 47 186 50 130 106 8 5 115 35 7 5 24 14 15 385 147 2.545 19 9 38 4 210 17 27 77 12 193 77 18 23 218 Potential Rad % 20% 10% 10% 20% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 20% 5% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% absolut 611 23 4 82 502 502 170 235 15 67 15 170 10 0 5 19 5 13 11 1 0 11 4 1 1 2 1 2 77 7 235 2 1 4 0 21 2 3 8 1 19 8 2 2 22 Seite 12 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof Wohnort Einpendler Sta nd 2016 Neustadt-Glewe, Stadt Pampow (Schwerin-Süd) Parchim, Stadt Picher (Jasnitz) Plate Pritzier Rastow Spornitz Strohkirchen Sukow Sülstorf Übrige Gemeinden LUP Landkreis Rostock Bad Doberan Bentwisch Broderstorf Bützow, Stadt Dummerstorf (Kavelstorf) Güstrow, Stadt Kröpelin Laage, Stadt Lalendorf Neubukow Papendorf Pölchow Roggentin Rövershagen Sanitz Schwaan Teterow Übrige Gemeinden LRO 261 726 540 23 742 11 239 47 19 306 181 7.678 1.117 34 14 14 59 37 207 10 32 25 16 14 11 22 11 21 22 29 539 Fahrzeit Bahn mi n Fahrzeit Pkw mi n 36 56 8 20 52 54 52 49 16 26 23 60 22 31 66 44 49 55 21 26 15 28 108 62 108 62 95 64 32 65 87 56 56 67 70 60 99 82 89 88 61 53 93 58 96 56 92 61 87 69 104 69 51 61 101 100 Fahrzeit Bahn/Pkw Potential Bahn absolut 104 0,64 40% 0,40 40% 290 0,96 40% 216 1,06 20% 5 0,62 40% 297 0,38 40% 4 0,71 40% 96 1,50 10% 5 8 0,89 40% 0,81 40% 122 0,54 40% 72 5% 384 184 1,74 10% 3 1,74 10% 1 3 1,48 20% 0,49 40% 24 1,55 10% 4 0,84 40% 83 1,17 20% 2 6 1,21 20% 1,01 20% 5 1,15 20% 3 1,60 10% 1 1,71 10% 1 2 1,51 10% 1,26 20% 2 1,51 10% 2 0,84 40% 9 1,01 20% 6 27 5% Summe Tageseinpendler: Summe Wocheneinpendler: % Potential Rad % 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 5% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 10% 5% absolut 10 29 22 0 30 0 10 0 1 12 7 19 15 0 0 0 2 0 8 0 1 1 0 0 0 0 0 0 1 1 1 498 113 (Quelle Pendlerzahlen: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 30.06.2016) radplan nordost 28.06.2017 Seite 13 Potenzialanalyse für eine Radstation am Schweriner Hauptbahnhof Anlage 2: Abschätzung des Umsteigepotentials der Auspendler Arbeitsort Gesamt Hamburg Schleswig-Holstein andere Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern Gesamt M.-V. Nordwestmecklenburg Ludwigslust-Parchim Landkreis Rostock Hansestadt Rostock andere Landkreise Nordwestmecklenburg Bad Kleinen Bobitz Brüsewitz (Groß Brütz) Dorf Mecklenburg Gadebusch, Stadt Grevesmühlen, Stadt Hornstorf Lübstorf Lüdersdorf Lützow Rehna, Stadt Schönberg, Stadt Wismar, Hansestadt Übrige Gemeinden NWM Ludwigslust-Parchim Boizenburg/ Elbe, Stadt Crivitz, Stadt Domsühl Grabow, Stadt Hagenow, Stadt Holthusen Ludwigslust, Stadt Neustadt-Glewe, Stadt Pampow (Schwerin-Süd) Parchim, Stadt Plate Rastow Spornitz Sukow Übrige Gemeinden LUP Landkreis Rostock Bentwisch Bützow, Stadt Dummerstorf (Kavelstorf) Güstrow, Stadt Laage, Stadt Lalendorf Übrige Gemeinden LRO Auspendler Fahrzeit Bahn Fahrzeit Pkw Stand 2016 mi n mi n 10.456 1.183 851 1.750 6.672 6.672 1.665 3.984 278 479 266 1.665 31 10 188 39 230 78 10 98 11 35 39 23 401 472 3.984 34 176 20 25 313 106 227 70 326 311 155 27 15 21 2.158 278 11 15 38 80 14 32 88 54 55 Fahrzeit Bahn/Pkw Potential Bahn absolut 2.845 473 0,55 40% 85 10% 700 40% 1.587 1.587 483 829 56 192 0,90 40% 27 10% 483 12 0,50 40% 4 0,83 40% 75 0,71 40% 16 0,68 40% 92 0,83 40% 31 0,68 40% 2 1,24 20% 39 0,41 40% 4 0,90 40% 7 1,00 20% 8 1,05 20% 9 0,89 40% 160 0,74 40% 24 5% 829 14 0,51 40% 70 0,90 40% 4 1,00 20% 10 0,73 40% 125 0,60 40% 42 0,57 40% 91 0,74 40% 28 0,64 40% 130 0,40 40% 124 0,96 40% 62 0,62 40% 11 0,71 40% 2 1,50 10% 8 0,81 40% 108 5% 56 1 1,74 10% 6 0,49 40% 4 1,55 10% 32 0,84 40% 3 1,21 20% 6 1,01 20% 4 5% Summe Tagesauspendler: Summe Wochenauspendler: % 98 61 13 26 24 29 15 21 21 31 30 36 30 44 41 33 7 17 53 59 24 24 44 42 47 53 31 42 38 74 28 31 44 44 38 52 26 43 12 21 34 46 36 56 8 20 52 54 16 26 22 31 66 44 21 26 108 62 32 65 87 56 56 67 99 82 89 88 Potential Rad % 40% 10% 10% 40% 10% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 40% 5% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 20% 10% 20% 5% 10% 20% 10% 20% 10% 10% 5% absolut 629 189 9 70 361 361 124 149 8 77 3 124 2 1 15 3 18 6 0 8 1 1 2 2 64 1 149 3 14 1 2 25 8 18 6 26 25 12 2 0 2 5 8 0 1 0 6 0 1 0 540 89 (Quelle Pendlerzahlen: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 30.06.2016) radplan nordost 28.06.2017 Seite 14