BRS Schwerin


Stadtvertretung der Landeshauptstadt Schwerin Datum: 2018-02-26 Antragsteller: Bearbeiter/in: Telefon: Antrag Drucksache Nr. Stadtvertretung/Fraktionen /Beiräte Fraktion DIE LINKE (03 85) 5 45 29 57 öffentlich 01375/2018 Beratung und Beschlussfassung Stadtvertretung Betreff Gesundheitsförderbericht für die Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Schwerin Beschlussvorschlag Die Stadtvertretung möge beschließen: Der Oberbürgermeister wird beauftragt, im Laufe des Jahres 2018 einen Gesundheitsförderbericht für die Stadtverwaltung Schwerin vorzulegen. Dieser soll unter anderem darlegen, welche Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsfürsorge es derzeit gibt und ob bzw. wie das betriebliche Gesundheitsmanagement angesichts aktueller und zukünftiger Herausforderungen funktioniert. Begründung Die Arbeitswelt befindet sich in einem stetigen Wandel. Begriffe wie Arbeite oder Industrie 4.0 beherrschen die öffentliche Debatte. Beschäftigte erleben heute eine tief greifende Veränderung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen. Verwaltungen spüren die veränderten Anforderungen durch die Folgen des demographischen Wandels und der Digitalisierung auf der einen Seite sowie von Rationalisierung, Automatisierung und Ausdehnung der Lebensarbeitszeit auf der anderen Seite. Für die Stadtverwaltung gilt dies in besonderer Weise. Eine hohe Verweildauer der Beschäftigten verbunden mit der Personalpolitik der letzten Jahre und dem Anstieg des Renteneintrittsalters sorgen für einen höheren Anteil älterer Beschäftigter. Zudem sind häufig mehr sowie sich wandelnde Aufgaben mit einem tendenziell gleich bleibenden Personalbestand zu bewältigen und erfordern darüber hinaus oft neue Fähigkeiten und Kompetenzen. Schließlich wird es auch für die Stadtverwaltung künftig schwieriger, geeignete Nachwuchskräfte anzuwerben und zu binden. Wird versäumt, rechtzeitig geeignete Konzepte zu entwickeln und umzusetzen, besteht bei den Beschäftigten die Gefahr von Überforderung, Frustration, Leistungsabfall, Krankheit und vorzeitiger Dienst- bzw. Arbeitsunfähigkeit. Eine wirksame Prävention trägt also dazu bei, Arbeitsbedingungen zu schaffen, die die Gesundheit der Beschäftigten sowie ihre Leistungs1/2 fähigkeit und Leistungsbereitschaft erhält und fördert. Als Instrument bietet der Auf- und Ausbau eines Betriebliches Gesundheitsmanagements (BGM) die Möglichkeit, die Arbeitssituation und deren Folgen systematisch zu erfassen und durch eine geeignete Gestaltung von Arbeitsprozessen, Ressourcen aus- und Gefährdungsfaktoren abzubauen. Ein modernes BGM ist damit weit mehr als die Summe von Aktivitäten der klassischen Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), die in den meisten Fällen verhaltenspräventive Maßnahmen zur individuellen Gesundheitsförderung wie Rückenschulen, Yogakurse oder Gesundheits-tage anbietet. Der von der Antragstellerin erbetene Bericht soll den Sachstand in der Verwaltung der Landeshauptstadt Schwerin darstellen. über- bzw. außerplanmäßige Aufwendungen / Auszahlungen im Haushaltsjahr Mehraufwendungen / Mehrauszahlungen im Produkt: --- Die Deckung erfolgt durch Mehrerträge / Mehreinzahlungen bzw. Minderaufwendungen / Minderausgaben im Produkt: --Die Entscheidung berührt das Haushaltssicherungskonzept: ja Darstellung der Auswirkungen: --- nein Anlagen: keine gez. Henning Foerster Fraktionsvorsitzender 2/2