BRS Schwerin


Der Jugendhilfeausschuss der Landeshauptstadt Schwerin hat per Beschluss eine AG § 78 SGB VIII als fachliches Gremium gegründet. Dieses Fachgremium des Jugendhilfeausschusses hat in einem intensiven und langen Beratungsprozess und unter externer fachlicher Begleitung am 29.06.2018 in einer Sondersitzung ohne Gegenstimme und mit großer Einmütigkeit der Vorlage des Strategiepapiers Finanzen zugestimmt und dem JHA empfohlen, diese Vorlage zu beschließen. Die AG sieht in dieser Vorlage:    Ein Konsenspapier aller beteiligten Akteure aus Politik, Verwaltung und Leistungserbringern. Ein geeignetes Instrument, um den im JHA inhaltlich mit großer Mehrheit und ohne Gegenstimme beschlossenen Bedingungsrahmen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Landeshauptstadt Schwerin umzusetzen. Ein Papier, das auf die realen Bedarfe Bezug nimmt und von Annahmen ausgeht, denen gegenüber Politik, Verwaltung und Leistungserbringer angemessen reagieren müssen.1 Angemessen heißt in diesem Zusammenhang nicht, dass  ein Optimum an Maßnahmen bereitgestellt wird. Auch dieser Finanzplan kann nur die unbedingt erforderlichen Mindeststandards im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Landeshauptstadt Schwerin auf Grund der prekären Haushaltssituation umsetzen, um sozialpädagogisch wirksam gegen Kinderarmut, Schulverweigerung und einem weiteren Auseinanderdriften der Gesellschaft agieren zu können und um gleichzeitig adäquate Angebote für eine tatsächliche Integration bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere mit Migrationshintergrund, in Schwerin bereitzustellen. Rudolf Hubert Sprecher AG § 78 SGB VIII in der Landeshauptstadt Schwerin Schwerin, den 04.07.2018 1 In diesem Zusammenhang sei eine Fußnote angebracht, die auch einen großen fachlichen Konsens in der AG widerspiegelt: Es ist unseriös, im Bereich des SGB VIII Hilfen nach dem „Wenn – Dann- Prinzip“ gegeneinander zu stellen. Seriös ist allerdings die Aussage, dass eine Verdrängung tatsächlicher Bedarfe, die einhergehen würde mit einer Unterfinanzierung von Mindeststandards und einer Mindestausstattung von Hilfen im Bereich der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Schulsozialarbeit nach §§ 11-13 SGB VIII weitere finanzielle Mehrbelastungen verursachen würde.