BRS Schwerin


- Entwurf - Stand 28.0525.04.2018 - Bedingungsrahmen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Landeshauptstadt Schwerin - Strategieplanung ab 2019 - Beteiligte:                 Dezernent für Jugend, Soziales und Kultur der Landeshauptstadt Schwerin Fachdienst Jugend der Landeshauptstadt Schwerin Mitglieder des Jugendhilfeausschusses der Landeshauptstadt Schwerin AWO – Soziale Dienste gGmbH – Westmecklenburg / Kreisverband SchwerinParchim e.V. Bauspielplatz Schwerin e.V. Caritas Mecklenburg e.V. – Kreisverband Westmecklenburg Deutscher Kinderschutzbund – Kreisverband Schwerin e.V. Internationaler Bund e.V., IB Westmecklenburg Internationales Kinder- und Jugendkulturzentrum Schule der Künste e.V. Kinder- und Jugendhilfe-Verbund Mecklenburg-Vorpommern / KJSH-Stiftung RegionaleRegionalen Arbeitsstelle für Jugendhilfe, Schule und interkulturelle Arbeit (RAA) Schwerin e.V. Schweriner Jugendring e.V. Sozial-Diakonische Arbeit im Kirchenkreis Mecklenburg - Evangelische Jugend Stadtsportbund Schwerin e.V. VSP gemeinnützige GmbH – Verbund für soziale Projekte Verein zur Förderung zeitgemäßer Jugend- und Sozialarbeit (VFJS) e.V. Unter externer fachlicher Begleitung von:  Start gGmbH Seite 1 von 28 Inhaltsverzeichnis Übersicht der Anlagen ......................................................................................................................... 3 Tabellenverzeichnis .............................................................................................................................. 3 Abbildungsverzeichnis ......................................................................................................................... 3 Einführung.............................................................................................................................................. 5 1. Gesetzliche Grundlagen .......................................................................................................... 7 3. Grundsätze und Querschnittsaufgaben ................................................................................ 8 4. Angebote und fachliche Standards ........................................................................................ 9 4.1 Anforderungen an die freien Träger der Jugendhilfe ...................................................... 9 4.2 Anforderungen an den öffentlichen Träger der Jugendhilfe ........................................... 9 5. Kommunikations- und Kooperationsstruktur .............................................................................. 10 6. Bedarfsfeststellung und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen .......................... 12 6.1 Ergebnisse aus der AG Evaluation .............................................................................. 12 6.2 Statistische Daten mit Bezug auf die Kinder- und Jugendarbeit in der Landeshauptstadt Schwerin ...................................................................................................... 13 6.2.1 Bevölkerungsentwicklung der einzelnen Altersgruppen ............................... 13 6.2.2 Schülerzahlen und Absolvent*innen / Abgänger*innen ................................. 16 6.2.3 Absolvent*innen und Abgänger*innen nach Abschluss .............................................. 18 6.3 Besondere Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen ..................................... 19 6.3.1 Kinderarmut ............................................................................................................... 19 6.3.2 Hilfen zur Erziehung ................................................................................................ 19 6.3.3 Migration ..................................................................................................................... 20 6.3.4 Bezug von Leistungen nach dem SGB II und SGB III .......................................... 25 7. Feststellungen für das Handlungsfeld der §§ 11 – 14 SGB VIII.................................... 26 8. Handlungsziele .......................................................................................................................... 27 8.1 Handlungsziele und Ergebnisse aus dem Planungszeitraum 2015 bis 2017 ................. 27 8.2 Handlungsziele für die Strategieplanung ab 2019 .............................................................. 27 Seite 2 von 28 Übersicht der Anlagen Anlage I Anlage II Anlage III Anlage IV Anlage V Anlage VI Anlage VII Begriffsdefinitionen – Bedingungsrahmen Qualitative Zielvorstellungen für Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Landeshauptstadt Schwerin Fachliche Standards für Straßensozialarbeit gemäß SGB VIII in der Landeshauptstadt Schwerin Fachliche Standards der Schulsozialarbeit in der Landeshauptstadt Schwerin Vereinbarung zu § 8a SGB VIII (Entwurf, Stand 13.04.2018, ausstehende Aktualisierung in 2018) Grundsätze für die Anerkennung von Trägern der freien Jugendhilfe nach § 75 SGB VIII der Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugendbehörden vom 07. September 2016 Richtlinie zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und sozialer Arbeit in der Landeshauptstadt Schwerin Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Bevölkerung in den Trägerverbünden .......................................................................... 13 Tabelle 2: Bevölkerungsentwicklung einzelner Altersgruppen .................................................... 14 Tabelle 3: Schülerzahlen sowie die Prognosen ab 2018/2019 nach Schulart .......................... 16 Tabelle 4: Allgemein bildende Schulen in M-V, Schuljahr 2013 und 2016 ................................ 18 Tabelle 5: Kinderarmut in den Stadtteilen Schwerins. Die prozentualen Angaben beziehen sich auf die jeweiligen Einwohner in den Stadtteilen im Alter von 0 bis unter 15 Jahren. ..... 19 Tabelle 6: Fallzahlen der Hilfen zur Erziehung .............................................................................. 20 Tabelle 7: Ausländische junge Menschen in den Trägerverbünden ........................................... 20 Tabelle 8: Anteil ausländischer junger Menschen an Gesamt nach Trägerverbünden und Alter bis unter 28 Jahre ...................................................................................................................... 21 Tabelle 9: Schüler*innen mit nicht-deutscher Verkehrssprache ................................................. 22 Tabelle 10: Bezug von Leistungen nach dem SGB II und SGB III ............................................. 25 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Kommunikations- und Kooperationsstruktur in der Landeshauptstadt Schwerin ............................................................................................................................................................... 10 Abbildung 2: Übersicht Trägerverbünde (hier Planungsbezirke genannt) ................................. 11 Abbildung 3: Bevölkerung in den Trägerverbünden ...................................................................... 14 Abbildung 4: Bevölkerungsentwicklung einzelner Altersgruppen ............................................... 15 Abbildung 5: Schülerzahlen sowie die Prognosen ab 2018/2019 nach Schulart ..................... 17 Abbildung 6: Schüler*innen mit nicht-deutscher Verkehrssprache ............................................ 23 Seite 3 von 28 Abkürzungsverzeichnis AG BGB bspw. bzw. DaZ ebd. ESF FAK gem. GG JA JHA JsA SGB II SGB III SGB VIII Ssa TV vgl. Arbeitsgemeinschaft Bürgerliches Gesetzbuch beispielsweise beziehungsweise Deutsch als Zweitsprache ebenda Europäischer SozialfondsSozialfond Facharbeitskreis gemäß Grundgesetz Jugendarbeit Jugendhilfeausschuss Jugendsozialarbeit Sozialgesetzbuch, Zweites Buch – Grundsicherung für Arbeitssuchende Sozialgesetzbuch, Drittes Buch – Arbeitsförderung Sozialgesetzbuch, Achtes Buch – Kinder- und Jugendhilfe Jugendsozialarbeit an Schulen (Abkürzung angelehnt an Schulsozialarbeit) Trägerverbund vergleiche Seite 4 von 28 Einführung Das derzeitig gültige Strategiepapier endet mit dem 31.12.2018. Zur Erarbeitung einer Strategie für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ab 2019 ist die Arbeitsgruppe nach § 78 SGB VIIImit beauftragt wordenwurden. Parallel dazu ist eine externe Beratung erbeten und gebunden wordenwurden. Um adäquate Bedarfsfeststellungen vorlegen zu können, bedarf es einer professionellen Sozialraumanalyse, deren Erstellung ebenfalls in Auftrag gegeben wurde. Der hier vorliegende Bedingungsrahmen einer Strategie für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Landeshauptstadt Schwerin ab 2019 reflektiert die Arbeitsergebnisse der AG Evaluation (2015-2016), die Arbeitsergebnisse der PQS (Prozess- und Qualitätsoptimierung) des Jugendamtes der Landeshauptstadt Schwerin (März 2016), die ergebnissichernden Beratungen des öffentlichen und der freien Träger der Jugendhilfe (laufend) und die sich wandelnden demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann besonders gut gelingen und erfolgreich angeboten werden, wenn sowohl Planungssicherheit für Familien, Träger und Politik über einen längeren Zeitraum, als auch auskömmliche Finanzierung gewährleistet sind. Engagement von Bürger*innen und kommunalpolitische Verantwortung Als eines der fünf Leitziele der Entwicklung der Landeshauptstadt Schwerin ist im aktuellen Stadtentwicklungskonzept „Bürgerengagement und soziale Verantwortung“ bestimmt. Dabei geht es in erster Linie darum, Familien zu fördern. Die in diesem Zusammenhang erklärte Familienfreundlichkeit soll durch gezielte Maßnahmen weiter gefördert werden. Dazu soll in Bezug auf die Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit insbesondere das Wohnumfeld in der Stadt noch familienfreundlicher gestaltet und das Angebot an Jugendfreizeitzentren bedarfsgerecht entwickelt werden.1 Auch im Basis-Integrationskonzept der Landeshauptstadt Schwerin2 nimmt das Thema Jugend- und Jugendsozialarbeit einen großen Raum ein. Dem liegt die Überzeugung zugrunde, dass Integration im Sinne einer umfassenden und gleichberechtigten Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen nur gelingen kann, wenn bereits bei Kindern und Jugendlichen angesetzt wird. Für Themen wie Toleranzerziehung, interkulturelle Sensibilisierung oder auch KinderschutzKindesschutz ist die Arbeit von anerkannten Jugendhilfeträgern dabei unverzichtbarer Transmissionsriemen. Kinder- und Jugendarbeit in der Landeshauptstadt Schwerin (§§ 11 - 14 SGB VIII) Die Kinder- und Jugendarbeit in der Landeshauptstadt Schwerin soll in Bezug auf das Stadtentwicklungskonzept in den Jahren ab 2019 entsprechend inhaltlich weiterentwickelt werden. Dabei setzen der öffentliche und die freien Träger der Jugendhilfe gemeinschaftlich und abgestimmt ziel- und bedarfsorientiert insbesondere auf: 1 Vgl. Integriertes Stadtentwicklungskonzept Schwerin 2025 - 3. Fortschreibung. Mai 2015, Seite 54. https://www.schwerin.de/export/sites/default/.galleries/Dokumente/Planen-Bauen/Stadtentwicklung/ISEK2025Text5_2015ks.pdf 2 Integrationskonzept der Landeshauptstadt Schwerin 2017 - 2018 (Drs. 1344/2018; zurzeit im Gremienlauf). Ziel ist es, das Konzept in einem breiten öffentlichen Beteiligungsprozess in 2018 zu qualifizieren. Seite 5 von 28     die Umsetzung vereinbarter Handlungsprinzipien, wie Weltoffenheit und Toleranz, Parteilichkeit, Freiwilligkeit, Partizipation, Kinder- und Jugendschutz, Gender Mainstreaming und geschlechtsspezifische Arbeit, Inklusion und Kultursensibilität, die fachliche Entwicklung der Angebotsstruktur der offenen und projektbezogenen Kinder- und Jugendarbeit, die Förderung der Jugendverbandsarbeit insbesondere des Jugendrings, die Weiterentwicklung der Jugensozialarbeit an Schulen, der Straßensozialarbeit, der Jugendberufshilfe, der Schulwerkstätten sowie des Erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes, die Einhaltung bestehender bzw. neu zu entwickelnder Standards, insbesondere des Fachkräftegebotes, das Vorhandensein von Schutzkonzepten zur Sicherung des Kindeswohls, die fachliche Anleitung und Begleitung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen, die Beteiligung an der sozialräumlichen Netzwerkarbeit, die Beteiligung an der Jugendhilfeplanung, die Evaluation der Leistungserbringung und die aktivierende Öffentlichkeitsarbeit, die Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen, insbesondere der Netzwerkarbeit und in diesem Sinne der Schweriner Trägerverbundarbeit auch unter Beachtung des Sozialraumprinzips, einer bereichsübergreifenden Jugendhilfeplanung, einer flächendeckenden bedarfsgerechten Angebotsentwicklung sowie der Gewährleistung der notwendigen Finanzierung. Unterstützung kommunalpolitischer Entscheidungen Die im Rahmen der strategischen Planung zur Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit formulierten Ziele und Anforderungen dienen im Wesentlichen als Instrument:       der kommunalpolitischen Entscheidungshilfe bei entsprechenden Beschlussfassungen in der Stadtvertretung oder im Jugendhilfeausschuss, zur Erstellung bzw. Fortschreibung einer sozialräumlich und bereichsübergreifend ausgerichteten Jugendhilfeplanung, zur Fortschreibung des Jugendförderplanes/Förderrichtlinie, zur Prioritätensetzung bei der Förderung von Trägern, Angeboten und/oder Projekten, zur Qualitäts- bzw. Leistungsbewertung von Trägern, Angeboten und/oder Projekten durch die Sachberichterstattung, Trägergespräche und /Trägergesprächen oder entsprechende Evaluationen, zur Unterstützung der Aufstellung und Fortschreibung einer bedarfsdeckenden Haushaltsplanung. Seite 6 von 28 1. - - 2. Gesetzliche Grundlagen Artikel 6 Grundgesetz (GG) für die Bundesrepublik Deutschland Sozialgesetzbuch (SGB) – Achtes Buch (VIII) – Kinder- und Jugendhilfe  § 4 Partnerschaftliche Zusammenarbeit des öffentlichen und der freien Träger der Jugendhilfe  §§ 11-14 als Regelleistung der Kinder- und Jugendhilfe (Offene Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit, außerschulische Jugendbildung, Jugendsozialarbeit an Schulen, Jugendverbandsarbeit, Jugendberufshilfe)  §§ 8a, 72a72 a Kinderschutz und Vermeidung von Kindeswohlgefährdung  § 74 Förderung der freien Jugendhilfe  § 77 Vereinbarung über die Höhe der Kosten  § 79a Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe  § 80 Jugendhilfeplanung Kinder- und Jugendschutzgesetz Datenschutzgesetze Kinder- und Jugendförderungsgesetz Mecklenburg-Vorpommern Beständigkeit und Wandel Die Lebensbedingungen, unter denen Kinder und Jugendliche aufwachsen, unterliegen ständig gesellschaftlichen Veränderungen. Die Landeshauptstadt Schwerin hat in den letzten Jahren mit ihren Strategiepapieren darauf reagiert. Im Zuge der Arbeit der AG Evaluation wurde festg estellt und festgehalten, dass die derzeitige Angebotsstruktur nachgefragt und notwendig ist. Gleic hzeitig wurde auch hier schon angemerkt, dass neue und zusätzliche B edarfe entstanden sind. So haben wir uns zum Beispiel damit zu beschäftigen, dass 66% 3 aller Kinder in den Stadtteilen Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz einem Armutsrisiko 4 ausgesetzt sind. Auch die Migrationsbewegungen nach Europa seit 2015 haben zusätzliche Bedarfe in Schwerin offen gelegt. Reaktiv und zeitnah hat die Landeshauptstadt Schwerin mit den freien Trägern der Jugendhilfe auf diese Situationen reagieren können und müssen. Eine Herausforderung der Strategieplanung ab 2019 ist, wie bereits im Basis-Integrationskonzept der Landeshauptstadt Schwerin aufgezeigt, die Weiterentwicklung und Verstetigung von AngebotenAngebote zur Integration und den kultursensiblenkultursensible Hilfen. weiterzuentwickeln und zu verstetigen. Zu den zukünftigen Herausforderungen gehört auch, verbindliche Vereinbarungen 5 zu treffen, um bedarfsgerecht und gegebenenfalls unterjährig auf neue Entwicklungen flexibel reagieren zu können und Anpassungen der Leistungsvereinbarungen zu ermöglichen. 3 Landeshauptstadt Schwerin, Fachdienst Hauptverwaltung, März 2018 ebd. 5 Sowohl zum regulären als auch unterjährigen Antrags-, Bewilligungs- und Abrechnungsverfahren soll zum Doppelhaushalt 2021/2022 ein verbindliches Verfahren entwickelt und beschlossen werden. 4 Seite 7 von 28 3. Grundsätze und Querschnittsaufgaben Weltoffenheit und Toleranz Unsere Angebote achten grundsätzlich die Würde jedes Menschen. Sie sind für alle Menschen offen unabhängig von Herkunft, Religion und Geschlecht. Sie sind offen für soziokulturelle Veränderungen, verschiedene Lebenslagen, Lebensstile und Lebensbedingungen von jungen Menschen und Familien (§ 1 SGB VIII). Die Angebote sind den demokratischen Prinzipien verpflichtet. Parteilichkeit Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist parteilich. Sie befähigt Kinder und Jugendliche für Ihre eigenen Belange einzustehen. Wo Kindern und Jugendlichen dieses versagt ist, bringt sie sich stellvertretend für deren Anliegen ein (Art. 6 Abs. 2 GG). Freiwilligkeit Der Zugang zu den Angeboten der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nach §§ 11-14 SGB VIII ist freiwillig. Dieses Prinzip unterstützt die Selbstbestimmung von jungen Menschen. Partizipation Kinder und Jugendliche werden bei der Entwicklung und Ausgestaltung der Angebote beteiligt. Die Angebote orientieren sich an den Lebensrealitäten und dem Alltag von Kindern und Jugendlichen, berücksichtigt deren Lebenswelten und soziale und kulturelle Zusammenhänge (§§ 8,(§ 80 SGB VIII). Im Rahmen der Sozialraumanalyse und Bedarfsfeststellung ist das Prinzip der Partizipation gewährleistet. Kinderschutz Alle Mitarbeiter*innen in den Angeboten für Kinder und Jugendliche kennen die Vereinbarungen nach den §§ 8a, 72a SGB VIII zwischen öffentlichen Träger und freien Träger. Sie halten diese ein und entwickeln sie kontinuierlich weiter. Gender Mainstreaming und geschlechtsspezifisches Arbeiten Grundlage von Gender Mainstreaming ist dafür Sorge zu tragen, dass alle Geschlechter gleichermaßen an den Entscheidungen partizipieren und benachteiligende Faktoren kompensiert werden. Gemäß Planung wird auf geschlechtsspezifische Anliegen, Anfragen und Herausforderungen mit ergänzenden Angeboten zum Gender Mainstreaming reagiert. Integration und Inklusion Bezogen auf das Bundesteilhabegesetz (Art. 1 § 4 Abs. 3 BTHG) und den 15. Kinder- und Jugendbericht finden die Anliegen von Kindern und Jugendlichen, die eine soziale, geistige und / /oder körperliche Besonderheit haben, besondere Berücksichtigung (siehe Anlage I – Begriffsdefinitionen). Kultursensibilität Die Angebote berücksichtigen kulturelle und religiöse Vielfalt und Besonderheiten, um Bedingungen für gelingende Integration herzustellen. Individuelle Alltagsbewältigung Durch niederschwellige Möglichkeiten der Kontaktaufnahme wird auf individuelle Hilfebedarfe kurzfristig und anlassbezogen reagiert. Seite 8 von 28 4. Angebote und fachliche Standards Um den Herausforderungen der Kinder und Jugendlichen in deren verschiedenen Sozialräumen und Lebenslagen adäquat begegnen zu können, unterstützt die Landeshauptstadt Schwerin die:  die Jugendarbeit (offene und projektbezogene Kinder- und Jugendarbeit, außerschulische Jugendbildung, internationale Jugendarbeit) gem. § 11 SGB VIII  die Förderung der Jugendverbände (Jugendverbandsarbeit, Schweriner Jugendring) gem. § 12 SGB VIII  die Jugendsozialarbeit (Jugendsozialarbeit an Schulen, Straßensozialarbeit, Jugendberufshilfe, Schulwerkstätten) gem. § 13 SGB VIII  den ErzieherischenErzieherischer Kinder- und Jugendschutz gem. § 14 SGB VIII 4.1 Anforderungen an die freien Träger der Jugendhilfe          4.2 Einhaltung des pädagogischen FachkräftegebotsFachkräftegebotes nach SGB VIII Angebotserstellung als Leistungs- und Qualitätsbeschreibung gemäß der vereinbarten Standards Vereinbarungen nach § 8a und §72a SGB VIII mit dem öffentlichen Träger der Jugendhilfe trägereigenes Schutzkonzept zur Vermeidung von Kindeswohlgefährdung (inklusive pädagogische und formale Standards für ehrenamtlich Tätige) Einhaltung der unternehmerischen Pflichten (z.B. Arbeits- und Gesundheitsschutz, Datenschutz, Aufbewahrungspflichten, Qualitätsmanagement, Arbeitnehmervertretung, etc.) adressatengerechte Öffentlichkeitsarbeit Anleitung der haupt- und ehrenamtlichen Tätigen verbindliche Mitarbeit in relevanten Arbeitsgemeinschaften und Ausschüssen Arbeiten nach dem verbindlich vereinbarten Antrags-, Bewilligungs- und Abrechnungsverfahren Anforderungen an den öffentlichen Träger der Jugendhilfe         Unterstützung bei der Einhaltung der fachlichen Standards o bspw. in regelmäßigen Arbeitskreisen mit JA / JSA / /JsA/Ssa Vorlage einer abgestimmten Vereinbarung nach § 8a und § 72a SGB VIII verbindliche Mitarbeit in relevanten Arbeitsgemeinschaften und Ausschüssen verbindliche Verfahren für Antragstellung, Berichtswesen und Abrechnung jährliche und anlassbezogene Trägergespräche, um der gemeinsamen Planungsverantwortung und Qualitätssicherung gerecht zu werden Implementierung der Ergebnisse des BedingungsrahmensStrategiepapieres in die Jugendhilfeplanung der Landeshauptstadt Schwerin die Haushaltsplanung erfolgt auf der Grundlage der Bedarfs- und Jugendhilfeplanung unter Berücksichtigung der Dynamisierung rechtzeitige Erstellung der Zuwendungsbescheide an die freien Träger der Jugendhilfe zur Absicherung der Angebote gemäß deren Leistungs- und Qualitätsbeschreibung Seite 9 von 28    Initiierung/ Unterstützung von lobbybildender Öffentlichkeitsarbeit Evaluation der Leistungserbringung Weiterentwicklung der Verfahren zur Prozess- und Qualitätsoptimierung6 Die fachlichen Standards der verschiedenen Angebote sind gemeinsam von den Trägern derzwischen öffentlichen und freien JugendhilfeTräger erarbeitet und verbindlich (siehe Anlagen II-IV). Diese StandardsSie werden fortlaufend evaluiert, weiterentwickelt und dem Jugendhilfeausschuss zur Kenntnis gegeben. 5. Kommunikations- und Kooperationsstruktur Für eine zukunftsfähige Arbeit mit jungen Menschen bis zum 27. Lebensjahr ist es wichtig, dass die Akteure sich abstimmen, vernetzt miteinander arbeiten und sich kollegial und im Angebotsspektrum ergänzen. Die entsprechende Kommunikations- und Kooperationsstruktur in der Landeshauptstadt Schwerin ist im folgenden Schaubild dargestelltersichtlich. Abbildung 1: Kommunikations- und Kooperationsstruktur in der Landeshauptstadt Schwerin 6 Vgl. Prozess- und Qualitätsoptimierung im Jugendamt und in der Jugendarbeit in der Landeshauptstadt Schwerin, 30.09.2016 Seite 10 von 28 Ein wesentliches Element der Kommunikations- und Kooperationsstruktur stellen die drei Trägerverbünde7 dar. „Mit der Bildung von Trägerverbünden wurde der Blick auf die sozialräumliche Kinder- und Jugendarbeit gefördert. In der Landeshauptstadt Schwerin erfolgt die Planung und die qualitative Ausgestaltung der Arbeit in den Trägerverbünden unter Beachtung der sich weiter verändernden Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen, der politischen und finanziellen Rahmenbedingungen und der Trägerkonzepte. Grundsätzlich geht es in der sozialräumlichen Arbeit darum, die lebensweltliche Situation von Kindern und Jugendlichen aufzuspüren und diese unter aktiver Beteiligung der Kinder und Jugendlichen sowie der Ressourcen der im Stadtteil tätigen Träger, Verbände und Jugendhilfeinstitutionen zu gestalten. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf aktuellen Änderungen und Trends in der Lebenslage von Kindern und Jugendlichen. Dadurch werden möglicherweise Versorgungslücken im Sozialraum aufgetan, die es ggf. zu schließen gilt. Die Trägerverbundsarbeit erfolgt nach folgenden fünf Prinzipien: 1. Orientierung am Willen der Menschen, 2. Unterstützung von Eigeninitiative und Selbsthilfe, 3. Konzentration auf die Ressourcen, 4. Zielgruppen- und bereichsübergreifende Sichtweise und 5. Kooperation und Koordination. Auf der Grundlage der Trägerkonzepte schlagen die fünf Prinzipien sich in den jährlichen, gemeinsam in den Trägerverbünden erarbeiteten und abgestimmten Arbeitsplänen nieder.“ 8 Abbildung 2: Übersicht Trägerverbünde (hier Planungsbezirke genannt) 7 gemäß Geschäftsordnungen der Trägerverbünde, 2016 8 Strategiepapier zur Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit in Trägerverbünden 2015-2017, 4. Fortschreibung, 15.12.2014 Seite 11 von 28 Das Budget für kurzfristige Projekte, die dienst- und trägerübergreifend als Kooperationsangebote stattfinden, soll auch zukünftig bedarfsgerecht bereitgestellt werden. Die Vergaberichtlinie ist zeitnah auf die neue Struktur zu überarbeiten. Die Mittelvergabe und -verwaltung obliegt dem öffentlichen Träger der Jugendhilfe. Das derzeitig bestehende Verfahren zur Koordinierung der Trägerverbünde ist gesichert. Die Arbeit in den drei Trägerverbünden soll evaluiert und bedarfsgerecht weiter entwickelt werden. Zukünftig wird geprüft, inwieweit eine Kompatibilität mit den Planungsbezirken im Bereich der Hilfen zur Erziehung hergestellt werden kann. 6. Bedarfsfeststellung und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen Um eine Strategie für die Kinder- und Jugendarbeit der Landeshauptstadt Schwerin zu entwickeln, wurde auf der Grundlage der Ergebnisse der Evaluation des Strategiepapiers 2015 bis 2017 die aktuelle Bedarfsfeststellung vorgenommen. Diese wurde unter Federführung der AG Jugendarbeit, Jugend- und Schulsozialarbeit gemäß § 78 SGB VIII systematisch mit den Fachkräften in den Trägerverbünden sowie in den durch den Fachdienst Jugend begleiteten Fachgremien (FAK Offene Kinder- und Jugendarbeit, FAK Schulsozialarbeit, FAK Straßensozialarbeit) erarbeitet. 6.1 Ergebnisse aus der AG Evaluation Bereits die vom Jugendhilfeausschuss eingesetzte AG Evaluation hat grundsätzlich in ihrem Sachstandsbericht (035/JHA/2017) festgestellt, dass die in den jeweiligen Sozialräumen bestehenden und im aktuellen Strategiepapier dargestellten Angebote der Jugend- und Jugendsozialarbeit an Schulen nach den § 11 – 14 SGB VIII in der Landeshauptstadt Schwerin: „notwendig sind, fachlich gut arbeiten und ein Bedarf dafür besteht, was auch beinhaltet, dass die Arbeit den aktuellen Anforderungen inhaltlich angepasst wird.“9 Ebenfalls wurde hier konstatiert: „Alle Angebote werden von Kindern und Jugendlichen gut angenommen und frequentiert.“ 10 Darüber hinaus wurde durch die AG Evaluation folgende Aussage getroffen: „In den Planungsbezirken 1 und 2 gibt es eine sehr überschaubare Anzahl von Angeboten. Das erschwert das vernetzte und sozialräumliche Arbeiten, da nicht genügend Personal für die zunehmenden Bedarfe zur Verfügung steht.“ Weiterhin wurde durch die AG Evaluation darauf hingewiesen, dass in der Landeshauptstadt Schwerin:  mehr Kinder und Jugendliche leben, als in den vorherigen Strategiepapieren angenommen bzw. dargestellt wurde; 9 AG Evaluation - Sachstandsbericht (035/JHA/2017), 2017 ebd. 10 Seite 12 von 28     aus dem Zuzug von Geflüchteten rein statistisch eine weitere Zunahme in den für die Angebote der Jugendhilfe nach §§ 11-14 SGB VIII relevanten Altersgruppen zu verzeichnen ist; per se eine Versorgungslücke im Bereich der geschlechtsspezifischen, bzw. genderreflektierenden Arbeit mit Kindern und Jugendlichen besteht; auch im Zusammenhang mit den Missbrauchsfällen im Verein „Power for Kids“ mehr als deutlich geworden ist, dass Hauptamt in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen nicht durch Ehrenamt allein ersetzt werden kann; die Situation der Jugendarbeit unabhängig von den sozialen Brennpunkten insgesamt sehr angespannt ist und mehr Hauptamt benötigt wird, um z.B. angemessen auf neu auftretende Zielgruppen und Problemlagen reagieren zu können. 6.2 Statistische Daten mit Bezug auf die Kinder- und Jugendarbeit in der Landeshauptstadt Schwerin 6.2.1 Bevölkerungsentwicklung der einzelnen Altersgruppen Der in den vergangenen Strategiepapieren prognostizierte Rückgang der Zahl an Kindern und Jugendlichen kann keine Grundlage mehr darstellen. Während im Strategiepapier für die Jahre 2015 – 2017 (S. 7) noch von einer Prognose für das Jahr 2017 mit einer Gesamtzahl von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 – 27 Jahren von 11.606 und für das Jahr 2020 von einer Gesamtzahl von 12.311 ausgegangen wurde, kann festgestellt werden, dass diese Zahlen bereits jetzt deutlich überschritten sind. So lag die Zahl der jungen Menschen am 30.09.2017 bei 13.460. Von diesen Kinder und Jugendlichen waren 6.579 Mädchen und 6.881 Jungen.11. Eine Aufteilung in die 3 Trägerverbünde ergibt sich wie folgt: Männlich Weiblich GesamtGesamtzahl Landeshauptstadt Schwerin (Gesamt) 6.881 6.579 13.460 Trägerverbund 1 2.390 2.627 5.017 Trägerverbund 2 1.723 1.557 3.280 Trägerverbund 3 2.768 2.395 5.163 Tabelle 1: Bevölkerung in den Trägerverbünden 11 Landeshautpstadt Schwerin, Fachdienst Hauptverwaltung, Fachgruppe Grundsatzangelegenheiten, Controlling, Statistik Seite 13 von 28 Gesamtzahl Trägerverbund 1 38% 37% Trägerverbund 2 Trägerverbund 3 25% Abbildung 3: Bevölkerung in den Trägerverbünden Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der einzelnen Altersgruppen von 0 bis unter 27 Jahre. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der altersrelevanten Gruppen kontinuierlich angestiegen. Im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ist der Anteil der altersrelevanten Gruppe mit ca. 17% konstant geblieben. Alter in Jahren 0 – unter 3 3 – unter 6 6 – unter 10 10 –- unter 14 14 – unter 18 18 – unter 21 21 – unter 27 Summe 6 – unter 27 Bevölkerung (Gesamt) % Anteil an der Bevölkerung 2014 2015 2016 2017 2020 2025 2030 2.316 2.415 2.937 2.840 2.510 2.461 3.111 2.916 2.617 2.406 3.282 2.972 2.669 2.468 3.362 3.080 2.344 2.467 3.306 3.830 2.066 2.207 3.218 4.151 2.017 2.012 2.833 4.012 2.523 2.013 6.215 16.528 2.791 2.326 5.755 16.899 2.944 2.511 5.214 16.923 3.052 2.587 4.779 16.860 3.852 7.281 4.046 8.490 4.350 9.252 --- --- --- 93.685 95.454 96.125 96.570 94.764 93.780 92.341 17,64 % 17,71 % 17,61 % 17,46 % --- --- --- Andere Alterseinteilung: 10- unter 15 Jahre, 15 – unter 20 Jahre, 20 – unter 30 Jahre 12 Tabelle 2: Bevölkerungsentwicklung einzelner Altersgruppen 12 Landesprognose zur Bevölkerungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern bis 2030 - Aktualisierung der 4. Landesprognose auf das Basisjahr 2010, Seite 18 Seite 14 von 28 Bevölkerungsentwicklung einzelner Altersgruppen 7000 6000 5000 4000 3000 2000 1000 0 2014 2015 2016 2017 0 bis unter 3 bis unter 6 bis unter 10 bis unter 14 bis unter 18 bis unter 21 bis unter 3 Jahre 6 Jahre 10 Jahre 14 Jahre 18 Jahre 21 Jahre 27 Jahre Abbildung 4: Bevölkerungsentwicklung einzelner Altersgruppen 13 13 Landeshauptstadt Schwerin, Fachdienst Jugend, Controlling auf Basis der 4. aktualisierte Landesprognose 2020-2030 Seite 15 von 28 6.2.2 Schülerzahlen und Absolvent*innen / Abgänger*innen Schulart Grundschule Orientierungsstufe Regionale Schule Integrierte Gesamtschule Gymnasium Abendgymnasium Regionale Schule Förderschule Private Trägerschaft SUMME 2014/ 2015 2.179 855 2015/ 2016 2.249 734 2016/ 2017 2.483 724 2017/ 2018 2.595 754 Prognose 2018/2019 2.845 Prognose 2019/2020 2.973 Prognose 2020/2021 2.996 808 396 824 394 886 423 952 428 1.687 485 1.755 477 1.828 480 2.063 127 808 635 2.581 2.173 118 824 671 2.674 2.221 119 886 673 2.736 2.204 110 952 695 2.765 2189 k.A. 1.687 614 2.641 2162 k.A. 1.755 556 2.569 2174 k.A 1.828 499 2.589 9.644 9.837 10.265 10.503 10.461 10.492 10.566 Tabelle 3: Schülerzahlen sowie die Prognosen ab 2018/2019 nach Schulart 14 14 Quelle bis 2017: SIP. Staatliches Schulamt Schwerin. Quelle ab 2018: Schulentwicklungsplanung der Landeshauptstadt Schwerin, Fachdienst Bildung und Sport. Hinweise: Mit der Prognose ab 2018/2019 sind die Orientierungsstufe und die Regionale Schule zusammengeführt. Die Schulen in privater Trägerschaft umfassen alle Schularten.Kultur Seite 16 von 28 Schülerzahlen nach Schulart 3500 2014/2015 3000 2015/2016 2500 2016/2017 2000 2017/2018 Prognose 2018/2019 Prognose 2019/2020 Prognose 2020/2021 1500 1000 500 0 Schülerzahlen nach Schulart 3500 2014/2015 3000 2015/2016 2500 2016/2017 2000 2017/2018 Prognose 2018/2019 Prognose 2019/2020 Prognose 2020/2021 1500 1000 500 0 Abbildung 5: Schülerzahlen sowie die Prognosen ab 2018/2019 nach Schulart 15 Aus der Tabelle und der Grafik ist Folgendes zu erkennen:   15 In fast allen Schularten sind die Schülerzahlen in den letzten Jahren gestiegen. Im Abendgymnasium sind die Zahlen rückläufig. ebd. Seite 17 von 28  Die Prognosezahlen zeigen in den Schularten Grundschule, Integrierte Gesamtschule, Regionale Schule einen Anstieg an, wohingegen die Zahlen im Gymnasium, in der Förderschule und in den Schulen der privaten Trägerschaft einen rückläufig prognostiziert werden. Summe Schul- aller Allg. Hoch- Fachhoch- jahr / / Absol- schulreife Schul- venten & form Abgän- schulreife Mittlere Reife Berufsreife Förderabschluss Ohne Abschluss ger 2013/ 2014 2014/ 2015 2015/ 2016 3.380 1.130 33,43 153 4,53 1.400 41,42 395 11,69 151 4,47 151 4,47 3.558 1.331 37,41 111 3,12 1.373 38,59 425 11,94 188 5,28 130 3,65 3.643 1.368 37,55 161 4,42 1.278 35,08 493 13,53 169 4,64 174 4,78 6.2.3 Absolvent*innen und Abgänger*innen nach Abschluss Tabelle 4: Allgemein bildende Schulen in M-V,. Schuljahr 2013 und 2016 16 Die kursiv geschrieben Zahlen, stellen den prozentualen Anteil von der Gesamtsumme dar. Aus der Tabelle ist folgendes zu erkennen:   16 Insgesamt ist die Zahl der Absolventen*innen und Abgänger*innen in der Landeshauptstadt Schwerin in den letzten Jahren angestiegen. Die prozentuale Verteilung hat sich innerhalb der einzelnen Abschlüsse im Wesentlichen nicht verändert. Zum Schuljahr 2015/2016 gab es eine geringe prozentuale Zunahme in den Abschlüssen Fachhochschulreife, Berufsreife und in der Gruppe der Personen ohne Abschluss. Zu einer geringen prozentualen Abnahme ist es bei dem Abschluss der Mittleren Reife gekommen. Statistisches Amt M-V. Statistische Berichte. Allgemein Bildende Schulen. Schuljahr 2013-2016. Seite 18 von 28 6.3 Besondere Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen Kinder und Jugendliche wachsen in unterschiedlichen Verhältnissen auf. An dieser Stelle werden vier verschiedenen Themen genauer betrachtet: Kinderarmut, Hilfen zur Erziehung, Migration sowie der Bezug von Leistungen nach dem SGB II und SGB III. 6.3.1 Kinderarmut Im Sinne dieses Bedingungsrahmens definiert sich Kinderarmut als das Leben in einer Bedarfsgemeinschaft gemäß SGB II. Die hier angegebenen Zahlen17 spiegeln zu 96 %Prozent die Personen unter 15 Jahre wieder, die Leistungen nach dem SGB II erhalten. Für die Landeshauptstadt Schwerin stellt es sich mit Stand vom 3. Quartal 2017 wie folgt dar: Stadtteil Altstadt Feldstadt Paulsstadt Schelfstadt Werdervorstadt Lewenberg Medewege absolut 39 63 216 44 39 33 0 in % 9,44 12,99 17,90 6,02 5,69 22,45 0,00 Wickendorf Weststadt Lankow Neumühle Friedrichsthal Warnitz 3 184 372 3 10 5 2,83 16,36 34,83 0,65 2,53 2,11 Stadtteil Ostorf Großer Dreesch Gartenstadt Krebsförden Görries Wüstmark Göhrener Tannen Zippendorf Neu Zippendorf Mueßer Holz Mueß Ohne Angaben absolut 16 518 11 92 6 0 2 in % 4,69 48,32 4,72 16,88 4,38 0,00 25,00 3 300 1.332 1 9 3,85 56,71 59,76 0,93 -- Schwerin – Gesamt: 3.301 Kinder und Jugendliche – entspricht 26,57 % Tabelle 5: Kinderarmut in den Stadtteilen Schwerins. Die prozentualen Angaben beziehen sich auf die jeweiligen Einwohner in den Stadtteilen im Alter von 0 bis unter 15 Jahren. Deutlich wird, dass von den in Schwerin lebenden Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren 3.301 im SGB-II-Bezug leben – somit jedes vierte Kind. 6.3.2 Hilfen zur Erziehung18 Anhand der nachfolgendenTabelleTabelle ist zu erkennen, dass in allen drei Hilfearten (ambulant, teilstationär und stationär) die Fallzahlen in den letzten Jahren gestiegen sind. Zu berücksichtigen ist hier der Anstieg der Fallzahlen im Jahr 2016 aufgrund der Menschen mit Fluchthintergrund. Die prozentuale Verteilung der Art der Hilfen hat sich im Wesentlichen nicht geändert, sodass ca. 58% der Hilfen ambulant, 4 % der Hilfen teilstationär und ca. 38 17 Landeshauptstadt Schwerin, Fachdienst Hauptverwaltung, Fachgruppe Grundsatzangelegenheiten, Controlling, Statistik: Statistische Nachrichten, Ortsteilbezogene Statistik, 3. Quartal 2017 18 Vgl. http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=110538.html. Seite 19 von 28 % der Hilfen stationär geleistet werden. Die Folgen für die Entwicklung der Angebotsstruktur im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit sind zukünftig dementsprechend zu beraten. 2014 2015 2016 2017 Fallzahl Ambulante Hilfen 666 671 746 842 % Anteil an allen Hilfen 59,8 % 58,0 % 56,4 % 59,1 % Fallzahl Teilstationäre Hilfen 33 33 51 52 Tabelle 6: Fallzahlen der Hilfen zur Erziehung 6.3.3 % Anteil an allen Hilfen 3,0 % 2,9 % 3,9 % 3,6 % Fallzahl Stationäre Hilfen 415 452 525 531 % Anteil an allen Hilfen 37,3 % 39,1 % 39,7 % 37,3 % 19 Migration Ausländische junge Menschen20 Mit dem vermehrten Zuzug von geflüchteten Menschen in die Landeshauptstadt Schwerin ab 2015, müssen im Sinne der Jugendhilfeplanung unter anderem die hier vorliegenden Daten ebenfalls einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Es sind deutliche Unterschiede in der regionalen als auch altersmäßigen Verteilung von ausländischen jungen Menschen festzustellen. Zudem gibt es junge Menschen mit Migrationshintergrund, welche in dieser Statistik noch nicht erfasst sind. Die nachstehende Tabelle zeigt, dass im Trägerverbund 3 seit 2014 die prozentuale Verteilung der ausländischen jungen Menschen am größten ist. Diese stiegsteigt von 9,34 % auf 22,12 % im Jahr 2017 an. Im Trägerverbund 1 und 2 stieg der prozentuale Anteil der ausländischen jungen Menschen bis 2016 an. Danach sinkt dieser im Trägerverbund 1 auf 5,70 % und im Trägerverbund 2 auf 5,82 %. Kinder, Ju- Landeshauptstadt Schwerin Trägerverbund 1 Trägerverbund 2 Trägerverbund 3 gendliche und junge 2014 2015 2016 201721 2014 2015 2016 2017 2014 2015 2016 2017 2014 2015 2016 2017 Erwachsene (0 – 27 Jahre) Gesamt 22.683 23.296 23.417 23.123 8.627 8.784 8.680 8.500 5.988 6.071 5.930 5.831 8.068 8.441 8.807 8.792 davon ausländische 1.291 junge Menschen % Anteil ausländischer 5,69 junger Menschen 2.158 2.768 2.844 336 499 571 555 184 360 392 356 771 1.299 1.805 1.933 9,26 11,82 12,30 3,74 5,54 5,84 5,70 3,12 6,10 6,40 5,82 9,34 15,32 20,58 22,12 Tabelle 7: Ausländische junge Menschen in den Trägerverbünden 22 19 Landeshauptstadt Schwerin, Fachdienst Jugend, Controling, Stand 24.04.2018 Ausländische junge Menschen haben keine deutsche Staatsangehörigkeit und haben ein Alter von 0 bis 27 Jahren. 21 Landeshauptstadt Schwerin, Fachdienst Bildung, Schule, Sport – Stand der Daten des Jahres 2017 sowohl mit Bezug auf die Stadt Schwerin, als auch die Trägerverbünde vom 30.06.2017 22 Landeshauptstadt Schwerin, Fachstelle Integration 20 Seite 20 von 28 Die nächste Tabelle gibt detaillierte InformationenInformation über die Altersstruktur der ausländischen jungen Menschen in dendem einzelnen Trägerverbünden. Altersgruppen in Jahren 0 bis 4 TV 1 Gesamt 1.220 (ohne SchelfAusländische junge werder) Menschen (absolut) 26 % Anteil ausländischer junger Menschen 2,1 an Gesamt TV 2 Gesamt 866 (ohne SackAusländische junge tannen) Menschen (absolut) 45 % Anteil ausländischer junger Menschen 5,2 an Gesamt TV 3 Gesamt 1.354 (ohne GöhreAusländische junge ner Tannen) Menschen (absolut) 297 % Anteil ausländischer junger Menschen 21,9 an Gesamt 4 bis 8 8 bis 16 16 bis 20 20 bis unter 28 1.073 1.954 1.152 3.101 24 52 127 326 2,2 2,7 11,0 10,5 904 1.696 845 1.520 23 64 56 168 2,5 3,8 6,6 11,0 1.344 2.400 1.203 2.491 262 450 310 614 19,5 18,8 25,8 24,6 Tabelle 8: Anteil ausländischer junger MenschenAusländer an Gesamt nach Trägerverbünden und 23 Alter bis unter 28 Jahre Aus der Tabelle ist Folgendes zu erkennen:  Der Anteil an ausländischen jungen Menschen ist im Trägerverbund 3 am größten. Je nach Altersgruppe liegen die prozentualen% Anteile zwischen 18,8 und 25,8 %.Prozent. Das bedeutet, dass mindestens jeder fünfte junge Mensch, wenn nicht sogar jeder Vierte Ausländer ist.  In den anderen beiden Trägerverbünden liegt der Anteil an ausländischen jungen Menschen zwischen 2,1 bis 11,0 %.Prozent. Dabei wird deutlich, dass der Anteil in den Altersgruppen der 16 bis 27-Jährigen mit ca. 11 %Prozent am größten ist. Das bedeutet, dass ca. jeder zehnte Jugendliche / /junge Erwachsene Ausländer ist. Kinder und Jugendliche mit nicht-deutscher Verkehrssprache nach Schulformen Der Anteil von Schüler*innen mit nicht-deutscher Verkehrssprache an den verschiedenen Schweriner Schulen kann als ein Indikator für veränderte bzw. gestiegene Bedarfe im Bereich der Jugendsozialarbeit an Schulen genannt werden. Dabei ist festzustellen, dass der Anteil von Schülern mit so genannter „nicht deutscher Verkehrssprache“ in den einzelnen Schulen eng gekoppelt ist, mit dem Anteil von Migrant*innen im jeweiligen Stadtteil. 23 Landeshauptstadt Schwerin, Fachdienst Hauptverwaltung – Fachgruppe Statistik. 30.06.2017 Seite 21 von 28 Die Tabelle und die dazugehörige Abbildung zeigen die Entwicklung der Anzahl der Schüler*innen Gesamt und die Schüler*innen mit nicht-deutscher Verkehrssprache an öffentlichen und privaten allgemein bildenden Schulen der kreisfreien Stadt Schwerin getrennt nach Schularten.24 Schulart* Schuljahr 2014/15 Schuljahr 2015/16 Schuljahr 2016/17 - PLATZHALTER Anzahl Anzahl Anzahl Anzahl – Anzahl Anzahl Schüler Schüler Schüler Schüler Schüler Aufgrund von datenschutzrechtlichen Gründen kann aufSchüler die Daten der ursprünglichen gesamt mit nicht- gesamt mit folgt nichtQuelle hier nicht zurückgegriffen werden. Hier nachgesamt Zusendungmit dienichtEinpflegung der deutscher deutscher deutscher Daten vom Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur Mecklenburg-Vorpommern. VerkehrsVerkehrsVerkehrssprache** sprache** sprache** Grundschule 2.926 101 3.011 163 3.222 303 Regionale 1.835 110 1.940 147 1.978 205 Schule Gymnasium 2.983 92 3.001 95 3.092 169 Integrierte 632 43 651 51 710 110 Gesamtschule Förderschule 775 10 791 15 785 23 Abendgymna115 0 117 2 115 4 sium Waldorfschule Insgesamt 326 1 323 1 328 9 9.592 357 9.834 474 10.230 823 Tabelle 9: Schüler*/-innen mit nicht-deutscher Verkehrssprache an Schweriner Schulen (Jahrgangs25 stufen zusammengefasst) 24 Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, Referat 202/ VII 202-4: Amtliche Schulstatistik (Email vom 08.05.2018). * Die Schüler der Schulart Integrative Gesamtschule sind entsprechend den Bildungsgängen dem Gymnasium und der Regionalen Schule zugeordnet. ** ohne Austauschschüler 25 Landeshauptstadt Schwerin, Fachdienst Bildung und Kultur Seite 22 von 28 Gelöschte Zellen Gelöschte Zellen %-Anteil von Schüler*innen mit nicht dt. Verkehrssprache in den verschiedenen Schularten 18,00% 16,00% 14,00% 12,00% 10,00% 8,00% 6,00% 4,00% 2,00% 0,00% 2014/2015 2015/2016 2016/2017 %-Anteil von Schüler*innen mit nicht dt. Verkehrssprache in den verschiedenen Schulformen 25,00% 20,00% 15,00% 10,00% - PLATZHALTER – Aufgrund von datenschutzrechtlichen Gründen kann auf die Daten der ursprünglichen Quelle hier nicht zurückgegriffen werden. Hier folgt nach Zusendung die Einpflegung der Daten vom Ministerium für Wissenschaft, Bildung und Kultur Mecklenburg-Vorpommern. 2015 2016 5,00% 2017 0,00% Grundschulen Integrierte Gesamtschule Regionale Schulen Gymnasien Förderschulen Abbildung 6: Schüler*/-innen mit nicht-deutscher Verkehrssprache an Schweriner Schulen (Jahr26 gangsstufen zusammengefasst) Aus der Tabelle und der dazugehörigen Abbildung ist Folgendes zu erkennen:  In allen Schulformen steigt in den letzten Jahren der Anteil der Kinder / /Jugendlichen, deren Verkehrssprache nicht Deutsch ist. Ein deutlicher Anstieg ist  Deutliche Veränderungen sind ab dem Jahr 2016 in allen Schularten zum Schuljahr 2016/2017 Schulformen zu erkennen., wobei 2017 ein weiterer sichtbarer Anstieg erfolgt ist.  Bei genauerer Betrachtung ist zu erkennen, dass in der Integrierten Gesamtschule zum Schuljahr 2016/2017 der %-Anteil von Schüler*innen mit nicht dt. Verkehrssprache mit fast 16 % am Größten war. Was bedeutet, dass fast jede/r 5. Schüler*in Deutsch nicht als Verkehrssprache hat. 26 2014 Landeshauptstadt Schwerin, Fachdienst Bildung und Kultur Seite 23 von 28  Im Vergleich dazu ist der %-Anteil von Schüler*innen mit nicht dt. Verkehrssprache in den anderen Schularten halb so hoch. Wobei dann max. jede/r 10. Schüler*in Deutsch nicht als Verkehrssprache hat. Seite 24 von 28 6.3.4 2014 2015 2016 2017 Bezug von Leistungen nach dem SGB II und SGB III Arbeitslosenquote Bestand an an zivilen ErArbeitslosen werbspersonen 5.018 10,4 4.796 9,9 4.504 9,3 4.309 8,9 Bestand an Arbeitslosen im Alter 15 bis unter 25 Jahre 424 396 456 481 Tabelle 10: Bezug von Leistungen nach dem SGB II und SGB III Arbeitslosenquote an zivilen Erwerbspersonen im Alter 15 bis unter 25 Jahre 9,9 10,0 13,0 14,3 27 Aus der Tabelle ist Folgendes zu erkennen:  Die Zahl der arbeitslosen Menschen (insgesamt) sinkt von 2014 bis 2017 auf 4.309 Personen. Die Arbeitslosenquote an zivilen Erwerbspersonen sinkt von 10,4 auf 8,9 % ab.  In der Altersgruppe der 15 bis unter 25-Jährigen nimmt die Zahl der arbeitslosen Personen seit 2015 zu und erreicht 2017 eine Spitze von 481 Personen. Die Arbeitslosenquote dieser Altersgruppe steigt seit 2015 von 10,0% auf 14,3% im Jahr 2017 an. 27 Bundesagentur für Arbeit. Statistik. Arbeitsmarktreport. Eckwerte des Arbeitsmarktes. Dez. 2014-Dez.2017 Seite 25 von 28 7. Feststellungen für das Handlungsfeld der §§ 11 – 14 SGB VIII In diesem Abschnitt werden Feststellungen für das Handlungsfeld §§ 11 – -14 SGB VIII in der Landeshauptstadt Schwerin dargelegt. Allgemein ergibt sich ein Mehrbedarf in den verschiedenen Angeboten: Offene Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit  Steigende Besucherzahlen  Veränderte Besucherstruktur, geflüchtete Menschen – hoher Integrationsbedarf  Zunahme an individueller Alltagsbewältigung (zur Vermeidung höherschwelliger, kostenintensiver Einzelfallarbeit)  Steigende Bedeutung von sozialem Lernen und informeller Bildung (aufgrund eingeschränkter sozialer und medialer Kompetenzen innerhalb der Familien)  Multikomplexe Problemlagen der Kinder und Jugendlichen (z.B. durch psychisch kranke Eltern, Schwangerschaften Minderjähriger, Suchtproblematik, psychische Auffälligkeiten)  Zunahme von Projekt- und PräventionsPrävention- und Sozialraumarbeit (ESFFörderung)  Großer zeitlicher Aufwand für Dokumentation und, Drittmittelakquise  Verstärkte Netzwerktätigkeit im Rahmen der Sozialraumorientierung Jugendsozialarbeit an Schulen  Steigende Schülerzahlen  Gestiegene Schülerzahlen DaZ (Integrationsbedarf)  Steigende Fallzahlen (veränderte Problemlagen z.B. auch psychische Erkrankungen)  Großer zeitlicher Aufwand für Dokumentation (ESF-Förderung)  Zunahme von Projekt- und PräventionsPrävention- und Sozialraumarbeit (ESFFörderung)  Verstärkte Netzwerktätigkeit im Rahmen der Sozialraumorientierung  Steigende Bedeutung von sozialem Lernen und informeller Bildung (aufgrund eingeschränkter sozialer und medialer Kompetenzen innerhalb der Familien)  Erhöhter Bedarf an „Klassen-Teamtrainings“ (weil Netzwerktätigkeit) Straßensozialarbeit  Veränderte Bevölkerungsstruktur (u.a. aufgrund von Migration)  Steigende Fallzahlen (veränderte Problemlagen z.B. auch psychische Erkrankungen)  Großer Sozialraum mit verschiedenen Strukturen (zu großer vorgegebener Aktionsradius)  Zunahme von Projekt- und PräventionsPrävention- und Sozialraumarbeit (ESFFörderung)  Großer zeitlicher Aufwand für Dokumentation (ESF-Förderung)  Arbeit im 2er-Team (bei Einführung des bundesweiten Standards)  Steigende Bedeutung von sozialem Lernen und informeller Bildung (aufgrund eingeschränkter sozialer und medialer Kompetenzen innerhalb der Familien) Auch in den Bereichen der Jugendberufshilfe und außerschulischen Jugendbildung sind die Bedarfe aufgrund der oben genannten Punkte angestiegen. Insbesondere sind zukünftig steigende Bedarfe aufgrund der Inklusion zu erwarten. Seite 26 von 28 8. Handlungsziele 8.1 Handlungsziele und Ergebnisse aus dem Planungszeitraum 2015 bis 2017 Nr. Handlungsziele 1. Die Einführung einer Arbeitsgemeinschaft durch den JHA, die als ständiges Begleitinstrument für den Bereich der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit fungiert, sich mit Themen fachlich auseinandersetzt, um die qualitative Weiterentwicklung in den Bereichen Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit zu fördern, wodurch u.a. ein ständiger Evaluationsprozess ermöglicht werden soll 2. Überarbeitung des aktuellen Berichtwesens (Konzeptionen, Sachberichte, Feldanalysen, Handlungspläne S. 14) 3. Regelmäßige Einbringung der im Strategiepapier aufgeführten Arbeitsbereiche im JHA durch die Fachkräfte (quartalsweise) 4. Die vom Träger DRK frei gewordene Personalstelle vom Werderclub soll im Trägerverbund I belassen werden und das Tätigkeitsfeld nach § 11 SGB VIII bzw. § 13 SGB VIII besetzen 5. Umsetzung eines Maßnahmeplans der Spielleitplanung (Beginn im TV 3, sukzessive Etablierung aller Stadtteile) (S. 21) 6. Prüfung des baulichen Zustandes der offenen Treffs, Ziel: Beschreibung des Investitionsbedarf zum langfristigen Energiesparen (S. 21) Ergebnisse Es hat sich eine Arbeitsgemeinschaft (AG) nach § 78 SGB VIII gebildet. Diese trifft sich in regelmäßigen Abständen. Die Aufgabe besteht weiterhin. Das Ziel ist bislang nur z.T. umgesetzt. Dieses Ziel besteht daher weiterhin als operatives Ziel. Die frei gewordene Stelle wurde besetzt und ist im JAM Point tätigt. Die Spielleitplanung ist noch nicht vollumfänglich abgeschlossen und bleibt weiterhin als sowohl als operatives als auch strategisches Ziel bestehen. Das Handlungsziel bleibt weiterhin als strategisches Ziel bestehen. 8.2 Handlungsziele für die Strategieplanung ab 2019 Nr. Handlungsziele 1. Überarbeitung des Berichtswesens (Konzeptionen, Sachberichte, Feldanalysen, Handlungspläne) 2. Aktualisierung 2 und Anpassung der Standards (an die vorhandenen . Entwicklungen / /Veränderungen in den themenspezifischen Bereichen (z.B. offene Kinder- und Jugendarbeit / /Jugendsozialarbeit, Schulsozialarbeit) - Weiterentwicklung der Zusammenarbeit / /Kooperation zwischen dem Fachdienst JugendJugendamt und den Trägern / /Fachkräften 3. Qualifizierte 3 Sozialraumanalyse . 4. Personalplanung, in Anlehnung an die Haushaltsplanung der Zielebene operative, Daueraufgabe strategisch operativ operativ Seite 27 von 28 5. 6. 7. 8. Landeshauptstadt Schwerin Bestehendes Personal entsprechend den aktuellen Herausforderungen weiterbilden (z.B. interkulturelle Kompetenzen, Sucht- und Schuldenberatung, Berufseinstiegs- und Migrationsberatung) Bedarfsgerechte Angebotsplanung Vereinheitlichung von Planungsstrukturen Spielleitplanung als Querschnittsaufgabe in der Landeshauptstadt Schwerin - Für den ersten Input sollte eine erfahrene Fachkraft aus Rheinland-Pfalz eingeladen werden (Ursprung der Spielleitplanung) - Hier Einbeziehung der Gremien Kinder- und Jugendrat, Stadtschülerrat etc. möglich operativ Daueraufgabe strategisch strategisch operativ Daueraufgabe Seite 28 von 28