BRS Schwerin


Mecklenburg 2 Landesamt für Straßenbau Vorpommern r u nd Verkeh r Ml’r'hrjw/s MecklenburgnVorpommern Landesamt für Straßenbau und Verkehr MecklenburgVorpommern - Postfach 16 12 62 c 18025 Rostock r u. 2 8. Juli 2015 Bearbeiter: Landeshauptstadt Schwerin Herr Giese Ami flir Verkehrsmanagement Telefon: 0331 122 3251 Telefax: 0381 1223500l3501 "" Uwe.Giese@sbv_mv_ragierunglde Amt für Verkehrsmanagement Allgemeines Verkehrsrecht (31.3 0225'521'24'140 PF 111042 Datum: 24. Juli 2.015 19010 Schwerin i A €95 ‚l " ‘3' wliiiüwyuöisM-„f «i‘ll-im. Aufr'T \ i" in i Mir-r“ h m l-«n Prüfauftrag Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer und der Kreuzung Schlossstraße/Grawachack-Allee ihr Schreiben vom 17. Juli 2015 - A2 20151190 Sehr geehrter Herr Dr. Smardka. mit Bezugsschreiben haben Sie über einen Beschluss der Stadtvertretung Schwerin informiert. die Verkehrsbehörde zu beauftragen. eine Verbesserung der Querungsmöglichkeiten für Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer an der Kreuzung Schlossstraße/Graf-Schaok—Allee zu prü- fen und kundgetan, dass die Stadtvertretung auch an einer facharntliohen Bewertung des Landesamtes interessiert ist. ihrem Schreiben fügten Sie das Prüfergebnis der Verkehrsbehörde bei. Sowohl aus fachaufsichtlichtlicher Sicht als auch aus Sicht der höheren VenNaitungsbehörde ist das Prüfergebnis der Verkehrsbehörde nicht zu beanstanden. Örtlichen und verkehrlichen Kriterian, die gegen die Einrichtung eines Fußgängerüberweges oder einer Fußganger—Lichtzeichenan- Iage über die als abknickende Vorfahrtstraße betriebene Graf-Schack;AIlee sprechen. wurde Beachtung geschenkt; ebenso wurden die Auswirkungen einer Vollsignaiisierung des gesamten Knotenpunktes Graf-SchacknAllee/Schiossstraße/Alter Garten und die ggf. Errichtung einer weiteren Fußganger-Lichtzeichenanlage zwischen den zwei bereits vorhandenen Iichtzeichengeregelten Fußgängerquerungsstellen in die Bewertung einbezogen und aus verkehrsorganisatorischen Gründen weder als zweckmäßig noch als erforderlich beurteilt. Hauptausschlusskriterien für die Anlage eines Fußgängerübemreges über die Graf-SchackmAllee an der vorhandenen Mittelinsel sind, dass nach Randnummer 3 Satz 1 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift (VwV) zu 5 26 StVO Fußgängerüberwege nur angelegt werden dürfen, wenn nicht mehr als ein Fahrstreifen je Richtung überquert werden muss und nach Randnummer 10 Satz 3 der v. g. va an Kreuzungen und Einmündungen mit abknickender Vorfahrt ein Fußgängerüberweg über die bevorrechtigte Straße nicht angelegt werden darf. Hausanschrift Landesamt für Straßenbau und Verkehr Mecklenburg—Vorpommern Landesbehördenzemmm Erich-Schlesinger-Straße 35 18059 Rostock Telefon (0361) 122 37 Telefax (0381) 122 3500/6501 E.Mall Iva@sbv.mv-ragierung.de e ” ‘ 23757.;1‘ Besuohszeiten Allgemein: MD. bis Fr. 9:00-12:00 Uhr oder nach Vereinbarung Bereich Verkehr: Dir und De. 9:00w12330 Uhr Mi. 12:30-15:50 Uhr Nach Punkt 6.1.8.1 der Richtlinien für die Anlage von Straßen (RASt 06) sind Querungsanlagen für Fußgänger notwendig. wenn ein ausgeprägter Querungsbedarf vorliegt, die Verkehrsstärke mehr als 1000 Kfz/h im Querschnitt beträgt und die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h beträgt. Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h wird eine besondere Überque- rungsanlage i, d. R, dann als entbehrlich angesehen, wenn die Kfz-Verkehrsstärke nicht mehr als 500 Kfz/h im Querschnitt beträgt. Vorliegend wurde am 22. April 2015 im Zuge der GrawachackvAllee an der Mittelinsel eine Fuß— gängerverkehrsstärke von 141 FG/h und eine Kfz-Verkehrsstärke von 1465 Kfz/h im Querschnitt ermittelt, sodass die Vorhaltung einer Fußgängerquerungsanlage geboten ist. Besonders hilfreich für Fußgäner bei der Überquerung von Straßen sind Mittelinseln (vgl. auch Punkt 6.1.8.2 der RASt 06). Ob die vorhandene Mittelinsel den baulichen Ausführungen nach Punkt 6.1.8.2 der RASt 06 entspricht, durch Barrierefreiheit auch den Belangen behinderter und in ihrer Mobilität eingeschränkter sowie älterer Menschen Rechnung trägt und damit letztlich für die in diesem Straßenbereich der GraquchackuAllee verstärkt auftretenden Fußgänger eine sichere Querungshilfe darstellt, vermögen nur die Behörden vor Ort, insbesondere jedoch der Straßenbaulast— träger, zu prüfen und zu bewerten. U. U. kann sich für die Wegebeziehung zwischen Schlossstraße und Lehnestraße bzw. Werder:straße in beiden Richtungen eine Fußgängerlenkung auf Seite des Alten Gartens empfehlen, so— dass die Straßenquerungen hauptsächlich an der Fußgenger-Lichtzeichenanlage an der Schloss— brücke sowie im Bereich Schlossstraße/Graf-Schack-AlIee/Alter Garten über die untergeordnete Knotenpunktzufahrt der Straße Alter Garten erfolgen. Sofern städtebauliche Randbedingungen es zulassen und auch die Qualität der Verkehrsabläufe nicht in unzumutbarer Weise beeinträchtigt wird, sollte perspektivisch für den Knotenpunkt GrafSchackuAIIee/Schlcssstraße/Alter Garten auch die Anlage eines MinhKreisverkehrs, mit zuminv dest im Verlauf der derzeitigen abknickenden Vorfahrtstraße eingebauten Fahrbahnteilern und umlaufenden Fußgängerübemegen in Erwägung gezogen werden. Die Platzverhältnisse lassen aus hiesiger Sicht eine solche Knotenpunktform zu. Gleichzeitig würde für Verkehre aus den derzeit untergeordneten Straßen (Schlossstraße und Alter Garten) die Einfahrt auf die bevorrechtigte Graf-Schack-Allee erleichtert. Mit fregndliö en Grüßen im 1 ftrag Aas/{K Dietmar Stoll l