Stellungnahme zum Antrag der ASK

vom 15.11.2016 - Michael Milz

Die Aktion Stadt- und Kulturschutz hat für die Stadtvertreterversammlung am 21.11.2016 über ihren Stadtvertreter Ralph Martini einen Antrag diese Website betreffend eingereicht. Konkret möchte er die Verlinkung von brs-schwerin.de auf der Website der Stadt Schwerin schwerin.de.

Das derzeit ehrenamtlich und privat betriebene Portal www.brs-schwerin.de wird auf der Internetseite der Landeshauptstadt Schwerin www.schwerin.de verlinkt. Urheberrechts-und Rechtsbelange werden durch die Verwaltung mit dem Anbieter verhandelt.

Begründet wird der Antrag mit der Darstellung des städtischen Systems auf kleinen Geräten.

Allerdings sind Nutzerinnen und Nutzer, die sich selten und über andere Geräte (Tablet, Smartphones, Netbooks) über die aktuellen Belange der Stadtpolitik informieren wollen, meist aufgrund anderer optischer Darstellungen benachteiligt.

Bevor Anträge in der Stadtvertretung besprochen werden, nimmt die Verwaltung Stellung zu ihnen. So auch zu diesem Antrag.

Im Gegensatz zum Antragssteller sieht die Verwaltung in der Suche des BRS dessen Vorteil.

Das Bürger— und das Ratsinformationssystem der Landeshauptstadt Schwerin (BIS/RIS) bieten derzeit keine Volltextrecherche für die hinterlegten Dokumente an. Diese eingeschränkte Funktionalität erschwert die Arbeit mit den Informationssystemen. Daher wurde gegenüber dem Programmanbieter für das BIS/RIS eine Erweiterung der Funktionalitäten angeregt.

Der Portalbetreiber der privat betriebenen Internetseite https://brs-schwerin.de (Bürger-Recherche-System nachfolgend BRS) hat diese Schwachstelle im BIS/RIS erkannt und in Eigeninitiative die Möglichkeit der Volltextrecherche geschaffen und bietet diese mit dem BRS seit Februar 2016 an.

Sie kündigt für den 6. Januar 2017 eine überarbeitete Version des BIS/RIS an. Diese soll dann ebenfalls eine Volltextsuche bieten. Weiterhin schreibt die Verwaltung:

Der Anbieter des BRS-Portals hat in einem Abstimmungsgespräch im April 2016 erklärt, dass in einem solchen Fall sein Ziel, die Herstellung der Transparenz, umgesetzt ist, und erklärt ggf. sein BRS abzuschalten.

Das ist leider nur fast richtig. Tatsächlich sehe ich keinen Bedarf mehr für das BRS, wenn die Dateien aus dem städtischen BIS frei zugänglich sind. Momentan sind sie das nicht, denn Suchmaschinen wie Google werden aktiv daran gehindert, Dateien herunterzuladen und damit durchsuchbar zu machen. Meine Bürgerfrage zu diesem Thema ist hier dokumentiert.

Ich begrüße die Weiterentwicklung des BIS/RIS und auch die Ankündigung eine OParl-Schnittstelle zu integrieren. Vom Hersteller wird sie für diesen Herbst angekündigt. Eventuell ist sie am 6. Januar bereits in der neuen Version des BIS/RIS verfügbar.

Fast am Ende der Stellungnahme wird auch noch auf die angesprochene Darstellung eingegangen:

Gerne nehmen wir den Hinweis zur optischen Darstellung des BIS/RIS auf und werden den städtischen IT-Dienstleister bitten, diesen entsprechend zu prüfen und ggf. Lösungsvorschläge zu unterbreiten.

Das nachvollziehbare Fazit der Verwaltung zu diesem Antrag lautet:

... wird der Stadtvertretung empfohlen, den Antrag abzulehnen.

Michael Milz