BRS Schwerin


Ergebnisse des Sozialberichts der Landeshauptstadt Schwerin 2018 (Schwerpunkt: Armutsrisiken) 14. März 2019 Arbeitsgruppe Sozialbericht 1 1. Vom Beschluss zur Umsetzung - Ausgangslage u. Ziel des Sozialberichts Beschluss der Stadtvertretung im März 2017 (DS 01013/2017) mind. alle 3 Jahre Definition Sozialberichterstattung  Planungsinstrument, steht am Anfang u. Ende eines jeden „Planungszyklus“  Informations- und Diskussionsgrundlage, Wirkungskontrolle  Dokumentation, Analyse u. Vernetzung relevanter Daten  Differenziertes Aufzeigen von Problemkonstellationen u. -entwicklungen  Beschreibung von Zusammenhängen Arbeitsgruppe Sozialbericht 2 1. Vom Beschluss zur Umsetzung - Ausgangslage u. Ziel des Sozialberichts Gründung einer fachübergreifenden Arbeitsgruppe Fachdienst Vermessung und Geoinformation Fachdienst Gesundheit Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft Fachstelle Integration Fachdienst Hauptverwaltung Fachdienst Soziales Fachdienst Bildung und Sport Arbeitsgruppe Sozialbericht Fachdienst Jugend 3 2. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Teil A: Bevölkerungs- und Sozialstruktur Demographie Bevölkerungsentwicklung erlebt nach vielen Jahren wieder einen positiven Zuwachs. Seit dem Jahr 2015 steigt die Zuwanderung aus dem Ausland wieder an. Aber: („Über“-)Alterung der Bevölkerung schreitet weiter voran. Die Zahl der schwerbehinderten Menschen steigt seit 2007 kontinuierlich an. (2007: 11,4 %; 2017: 13,2 %). Arbeitsgruppe Sozialbericht 4 2. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Erzieherische Hilfen Anstieg der Anzahl der Hilfen zur Erziehung von 2013 (7,7 Hilfen je 100 Heranwachsende im Alter bis unter 21 Jahre) bis zum Jahr 2017 (8,3 Hilfen je 100). Arbeitsgruppe Sozialbericht 5 2. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Arbeit und Erwerbstätigkeit Der Schweriner Arbeitsmarkt entwickelt sich seit Jahren positiv. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten ist gestiegen. Abb.: Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte am Wohnort Schwerin nach Geschlecht und Anteil an der erwerbsfähigen Bevölkerung, 2013 bis 2017 (Stichtag 30.06.) Anzahl Personen 40.000 Anteil in % 70 20.000 17.746 17.622 17.435 25.000 55,1 17.136 30.000 60 58,6 58,0 57,7 57,0 17.606 35.000 17.256 16.940 16.724 16.506 15.847 5.000 40 30 15.000 10.000 50 0 20 10 0 2013 2014 Männer Arbeitsgruppe Sozialbericht Frauen 2015 2016 2017 Anteil SV-Beschäftigten an Bevölk. 15 bis 65 Jahre in % 6 2. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit - mit Ausnahme der Arbeitslosen unter 25 Jahre und der arbeitslosen Ausländer - seit Jahren rückläufig. Ende 2017 lag die Arbeitslosenquote bei 8,9 %. Vier Jahre zuvor waren Es noch 10,9 %. Arbeitsgruppe Sozialbericht 7 2. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Soziale Sicherung Die Anzahl der Personen in einer Bedarfsgemeinschaft hat seit 2015 nach einem Rückgang in den Jahren zuvor - wieder zugenommen. Ende 2017 lebten 12.963 Personen in einer Bedarfsgemeinschaft (13,4 % der Gesamtbevölkerung). Abb.: Anzahl der Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II sowie Anzahl der Personen in Bedarfsgemeinschaften in Schwerin, 2013 bis 2016 (Stichtag 31.12.) Anzahl Personen 14.000 12.000 13.115 12.757 10.000 12.259 12.939 12.963 8.000 7.029 7.211 7.074 2.000 7.435 4.000 7.767 6.000 0 2013 Arbeitsgruppe Sozialbericht 2014 Bedarfsgemeinschaften 2015 2016 Personen in Bedarfsgemeinschaften 2017 8 2. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Wohnen Mit 58.530 Wohnungen Ende 2017 ist deren Zahl seit 2007 konstant geblieben, die Wohnfläche ist jedoch um 300.000 m² gewachsen. Der Wohnungsleerstand betrug 2017 ca. 7,8 %. Im Jahr 2007 lag er bei 14,0 %. Der Durchschnitt der neu vereinbarten Mieten (Nettokalt/m²) ist seit 2008 / 2009 von 4,98 Euro auf 5,45 Euro in 2016 / 2017 gestiegen (+ 9,4 %). Gesundheit In Schwerin wurden 15,5 % der einzuschulenden Kinder zum Schuljahr 2016 / 2017 als übergewichtig diagnostiziert. Der Anteil ist im Vergleich zum Schuljahr 2014 / 2015 um 0,6 % leicht angestiegen. Des Weiteren zeigte zum Schuljahr 2016 / 2017 mindestens jedes 20. einzuschulende Kind in einem der Entwicklungsbereiche Auffälligkeiten auf. Arbeitsgruppe Sozialbericht 9 3. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Teil B: Schwerpunktthema: Armutsrisiken Grenzen der Armutsberichterstattung Armutsrisikogruppen • Ältere Menschen • Familien mit drei oder mehr Kindern • Alleinerziehende und die in ihren Haushalten lebenden Kinder • Langzeitarbeitslose • Niedrigeinkommensbezieher • Menschen mit Behinderungen o. chronischen Erkrankungen • ohne Schul- und Berufsabschluss • mit Migrationshintergrund Arbeitsgruppe Sozialbericht 10 3. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Nähere Beschreibung von Problemlagen Beispiel: Schüler/innen an allgemeinbildenden Schulen ohne Abschluss Abb.: Absolventen/Abgänger der allgemeinbildenden Schulen ohne Schulabschluss zum Ende des Schuljahres in Schwerin in Prozent, Schuljahr 2010/2011 bis 2016/2017 Anteil in % 8 6,4 6 7,3 7,1 6,2 5,2 4,5 4 4,6 4,2 4,3 2012/2013 2013/2014 3,8 4,8 3,7 2 0 2010/2011 2011/2012 Schwerin Arbeitsgruppe Sozialbericht 2014/2015 2015/2016 Mecklenburg-Vorpommern 11 3. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Beispiel: Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Abb.: Quote der nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigten in Prozent Arbeitsgruppe Sozialbericht 12 3. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Empfehlungen zur Armutsbekämpfung… Kommunale Armutsprävention ist eine kommunale Querschnittsaufgabe, die einen fachübergreifenden sowie arbeitsteiligen Prozess erfordert Arbeitsgruppe Sozialbericht 13 3. Was sind die wesentliche Ergebnisse aus dem Sozialbericht? Den aktuellen Sozialbericht einschließlich interaktiver Karte und weiterer Informationen finden Sie im Internet unter: https://www.schwerin.de/mein-schwerin/leben/gesellschaftsoziales/sozialbericht/index.html Arbeitsgruppe Sozialbericht 14 4. Ausblick zum weiteren Vorgehen  Zentrale Informationsveranstaltung des Sozialberichts am 25.04.19  Prüfung zum Aufbau einer einheitlichen Dateninfrastruktur  Einbeziehung qualitativer Beschreibungen in die Sozialberichterstattung  Kontinuierliche Analyse der soziodemografischen Entwicklung, Monitoring  Beteiligungsorientierung  Sozialbericht 2021 Arbeitsgruppe Sozialbericht 15 Haben Sie Fragen und Anregungen? Stadtverwaltung Schwerin Fachstelle Planung und Controlling Lisa Manhart Tel.: 0385 / 545 - 21 61 Fax.: 0385 / 545 - 21 39 E-Mail: lmanhart@schwerin.de Arbeitsgruppe Sozialbericht 16