BRS Schwerin


3. Musiksymposium „Verfemte Musik -— Glaube und Antisemitismus“ Datum: Freitag, 27.10.2017 | 10:15 - 11:00 Uhr Vortrag: „Luther aus jüdischer Sicht“ Referent: Yuriy Kadnykov Rabbiner des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden in Mecklenburg— Vorpommern. Der 1975 auf der Krim geboren Yuriy Kadnykov kam 2003 nach Deutschland. Hier absolvierte er eine Ausbildung zum Rabbiner und studierte an der Universität Potsdam Jüdische Studien, Religionswissenschaft und Literatumissenschaft. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit als Gemeinderabbiner sind die Kinder- und Jugendarbeit sowie die Integrationsarbeit und der interreligiöse Dialog. Datum: Freitag, 27.10.2017 | 11:00 — 11:45 Uhr Vortrag: „Wider Antisemitismus und Holocaust: Alexandre Tansrnans Oratorium "Isaie le Prophéte" (1949/50)“ Referent: Prof. Dr. phil. habil. Hartmut Möller ist seit 2001 Professor für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Zweimal hat er von Australien aus die Welt topdown betrachtet und den Studiengang „Pop World Music“ an der hmt eingeführt. Seine Forschungsschwerpunkte sind Musik des Mittelalters, Teilmusikkulturen nach 1945, Ästhetik und Theorie der Musikgeschichtsschreibung. Auf dem (Elektro—)Cello spielt er Musik von Bach bis Metallica genauso wie Begleitungen zu arabischen Vierteltongesängen. Datum: Freitag, 27.10.2017 | 13:00 —— 13:45 Uhr Vortrag: "Wort und Verantwortung" - ach, hätte er doch nichts gesagt. Referent: Pastor Dr. Nils Petersen studierte Evangelische Theologie und Sonderpädagogik in Hamburg und Diakoniewissenschaft in Heidelberg, wo er 2001 promovierte. Er lehrt als Dozent u.a. am Institut für Aue und Fortbildung der Diakonie Rendsburg, der Universität Hamburg, der Evangeiischen Hochschule und der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. 2005 war er Mitbegründer des „P&P—Verlages für Narrative Theologie“. Nachdem er acht Jahre lang Pastor in Schleswig-Holstein war, ist er seit 2014 Pastor der Hamburger Rathauspassage. Datum: Samstag, 28.10.2017 | 10:45 — 11:30 Uhr Vortrag: "Hinderniths Weg ins Exil“ Referent: Dr. Luitgard Schader studierte in Frankfurt/M. Musikwissenschaft, Geschichte und Italienisch und schloss ihr Studium 1988 mit einer Magisterarbeit zur Deutschen Neumannotation ab. Seit 1986 ist sie Mitarbeiterin des Hindemith Instituts Frankfurt und promovierte 2000 mit einer Arbeit zu Ernst Kurths Grundlagen des linearen Kontrapunkts. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Musik des 20. Jahrhunderts. Im Frühjahr 2017 erschien ihre Ausgabe von Liedern des Frankfurter Juristen Max Kowalski. Datum: Samstag, 28.10.2017 | 11:30 — 12:30 Uhr Vortrag: "Kalabrien: Exilland und Ursprung der Musik" Referent: Dr. Raffaele Deluca absolvierte Studien für Klavier und Musikwissenschaft in seiner Geburtsstadt Mailand und Kirchenmusik und Chorleitung in Mantua. Als Forscher und Chorleiter beschäftigt er sich mit der Musik in faschistischen Internierungsiagern in Italien. Er ist Professor für Musikbibliographie am Konservatorium in Padua und wissenschafliicher Mitarbeiter am Konservatorium in Mailand. Datum: Samstag, 28.10.2017 | 14:00 — 14:45 Uhr Vortrag: „Erwin Johannes Bachs Sinfonisches Fresko „Ruf an die Menschheit“ - Das musikalische Vermächtnis eines verfolgten Komponisten“ Referent: Dr. Nicole Ristow studierte u.a. historische und systematische Musikwissenschaft an der Universität Hamburg. Einer Magisterarbeit über den Organisten und Begründer der Musikwissenschaft 3. N. Forkel folgte eine Dissertation über den österreichischen Komponisten und Dirigenten K. Rankl. Nach Tätigkeit für die Deutsche Grammophon GmbH und als Lehrbeauftragte der Hochschule für Künste Bremen ist sie seit 2014 als Mitarbeiterin beim „Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS—Zeit“ an der Universität Hamburg tätig.